Google-App 4.1: Zukünftige Google-Now-Funktionen in App entdeckt

Lukas Funk 2

Am gestrigen Update-Mittwoch von Google wurde die Suche-App für alle Geräte ab Android 4.1 mit einem Update versehen. Neben den offensichtlichen Features gibt ein Teardown der APK-Datei einen Ausblick auf zukünftige Google-Now-Funktionen: das Vorlesen von Benachrichtigungen, die Unterstützung für Apps anderer Entwickler und das ominöse Projekt Hera.

Google-App 4.1: Mehr Sicherheit bei Spracheingaben

Seit einiger Zeit kann Google Now per Sprachkommando „Okay Google“ auch auf dem Sperrbildschirm von Smartphones und Tablets ausgelöst werden – selbst dann, wenn zum Entsperren eigentlich ein Muster oder eine PIN notwendig ist. Dieses Feature ist zwar praktisch, kann aber auch zum Sicherheitsrisiko werden, weshalb zukünftig Unterscheidungen gemacht werden können. In den Strings der aktuellen Google-App-APK finden sich Hinweise darauf, dass das Nutzen vom Lockscreen aus etwa nur möglich ist, wenn das Gerät Verbindung zu einem Headset hat – ganz gleich, ob per Bluetooth oder Kabel.

Lesenswert:Okay Google“-Erkennung aktivieren und von jedem Bildschirm aus nutzen

Google Now liest künftig Benachrichtigungen vor

Noch mehr gesprochene Interaktion könnte das Vorlesen von Benachrichtigungen ermöglichen. Auch dieses Feature kann Strings in der Suche-APK nach zu urteilen unterscheiden, ob ein Headset per Bluetooth oder Kabel angeschlossen ist. Alternativ wird man sich eingehende Nachrichten auch über die Lautsprecher vorlesen lassen können. Ob und wie genau Benachrichtigungen auch beantwortet werden können, verraten die Strings indes nicht.

Schnelleinstellungen und Inhalte teilen mit Google Now

Eine ganze Reihe von Icons und Strings deutet darauf hin, dass Schnelleinstellungen für Bluetooth, WLAN und die Taschenlampe in Google Now landen könnten. Ob dies in Form einer anklickbaren Karte oder Sprachkommandos à la „Okay Google, aktiviere Bluetooth“ umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

google-now-toggles

Weitere Icons, die in der APK gefunden wurden, repräsentieren verschiedene soziale Netzwerke und Plattformen, unter anderem Google+, Facebook, Instagram und Blogger. Möglicherweise können Nutzer zukünftig geschossene Fotos und andere Inhalte per Sprachkommando teilen, ganz ähnlich wie bei Googles Glass. Was es mit der zweiten Reihe von Icons auf sich hat ist nicht ganz offensichtlich, sie könnten jedoch auf das Weiterleiten von Dateien an Google Drive oder die Darstellung per Chromecast hindeuten.

google-now-icons-2

google-now-icons-1

Phonelink, Hera und Drittanbieter

Google könnte sich ein Vorbild an der großartigen App Pushbullet genommen haben und bald das Senden von Links und anderem Text vom Rechner an das Smartphone unterstützen. Mit dem Projekt Phonelink könnte Google an einem Pushbullet-ähnlichen Dienst arbeiten, der in Google Now integriert wird. Mit ihm ließen sich Links dann durch die Interaktion mit Benachrichtigungen in die Zwischenablage kopieren oder in einer App wie Google Notizen speichern.

Außerdem gibt es erneut Hinweise auf das Projekt Hera. Unter diesem Namen wurde noch vor der Veröffentlichung von Android 5.0 Lollipop die Umstrukturierung des Betriebssystems bekannt, durch die es zukünftig keinen Unterschied zwischen mehr zwischen nativen Apps und Web-Anwendungen geben soll. Teile dieser ursprünglichen Vermutung haben ihren Weg in Android 5.0 gefunden, etwa in Form der Chrome-Tabs, die im Multitasking-Menü neben nativen Apps gezeigt werden. In der aktuellen Google-APK findet sich nun das Layout einer neuen Ansicht namens hera_to_gsa_transition, die der Google Suchleiste entspricht. Während das Layout selbst nicht weiter interessant ist, könnte die erneute Erwähnung von Hera doch bedeuten, dass Google diesen Ansatz weiterhin verfolgt.

google-now-drittanbieter

Auch das letzte mögliche Feature lässt sich bisher nur anhand einer Grafik und eines Layouts erahnen. third_party_welcome deutet darauf hin, dass sich Google Now zukünftig auch für Drittanbieter öffnet. So könnten deren Apps Info-Karten anzeigen, sobald ihre Information für den Nutzer relevant wird.

Fazit

Schon im Januar zeigt uns Google, wohin die Reise in diesem Jahr gehen könnte. Zwar lässt sich nicht absehen wann – und ob überhaupt – die genannten Features ihren Weg in die Google-App finden werden, die Aussichten sind aber vielversprechend.

Quelle: Android Police

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung