Google Play Books: Update bringt feine Features

Amir Tamannai 10

Googles eigene eLese-App Play Books war bislang ganz ok, konnte aber gegen Amazons Kindle-Anwendung oder auch diverse eReader von anderen Drittanbietern, wie zum Beispiel Aldiko, nicht so richtig anstinken, dafür bot sie schlicht zu wenig Funktionalität. Nun rüstet Mountain View die App auf und zwar mit der Power der eigenen Suche und in Form der aus Google Now bekannten Karten – mit einem überraschen überzeugenden Ergebnis.

Bislang habe ich mich zum eLesen auf dem Smartphone relativ streng an Amazons Kindle-App gehalten, was zum einen an dem (noch) größeren Angebot an verfügbarer Lektüre liegt, zum andere aber auch an der (bisher) besseren Funktionalität. Mit dem jüngsten Update von Google Play Books, das heute Nacht ausgerollt ist, könnte sich das aber ändern: Endlich gibt es auch in der Google-Anwendung die Möglichkeit, sich Begriffsdefinitionen anzeigen zu lassen, Textpassagen farblich zu markieren, mit Notizen zu versehen und übersetzen zu lassen.

Dabei überzeugt die Darstellung auf ganzer Linie – integriert wurde quasi das aus Google Now bekannte Kartensystem in Play Books: Markiere ich ein Wort, schiebt sich von unten eine Karte in den Screen, die mir eine Definition desselben anzeigt und sich mit einem Fingerschnipp in die Bildschirmmitte ziehen lässt. Besonders cool ist das, wenn Orte markiert werden; dann gibt es zusätzlich noch einen Maps-Ausschnitt, der die Stadt oder Lokalität grafisch in Szene setzt und auch gleich auf den Wikipedia-Eintrag verweist.

Markierte Textpassagen können fortan nicht nur in vier verschiedenen Farben hinterlegt werden, sondern auch mit Notizen bestückt werden – über die Synchronsisierungsfunktion der App lassen sich diese Hervorhebungen und die Kommentare dann natürlich auf allen angeschlossenen Geräten abrufen. Oder man lässt sich komplette, markierte Absätze übersetzen; natürlich mit den bekannten Unzulänglichkeiten der automatisierten Google Translate-Funktion.

Daneben wurden der App auch noch ein neues Sepia-Theme sowie 2D-Animationen spendiert und zahlreiche Stabilitäts-Verbesserungen implementiert. Außerdem können Freunde der gepflegten japanischen Lektüre diese nun in einem vertikalen, rechts-nach-links-Layout lesen und auch in diese Richtung blättern.

Ich warte jetzt nur noch auf die Möglichkeit, auch Bücher, die nicht im Play Store gekauft wurden, in Play Books zu importieren und dann steige ich um – und zwar auf digitale Reiseführer, wegen der schönen neuen Karten …

Download: Google Play Books (kostenlos)

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Offizielles Android Blog [via The Verge]

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