Google Play Dienste: Update macht Smartphones zum Controller, verbessert Akkulaufzeit [APK-Download, Update]

Rafael Thiel 24

Die Google Play Services haben ein umfangreiches Update erfahren. Mit Version 7.0 halten diverse neue Entwicklungsschnittstellen Einzug, die sich auch positiv auf die Benutzererfahrung sowie mitunter die Akkulaufzeit auswirken sollten.

Mit den Play Services beziehungsweise Play Diensten versucht Google gegen die Fragmentierung von Android vorzugehen. Durch ein einfaches App-Update über den Play Store können auf diese Weise diverse Systemschnittstellen auf- respektive nachgerüstet werden, ohne die komplette Firmware über etwaige Hersteller aktualisieren zu müssen. Der Konzern hat heute mit der Verteilung von Version 7.0 der Play Services begonnen, die einige „Schmankerl“ für Entwickler und somit auch Benutzer bereithält.

Standorteinstellungen und Orte

Durch die Play Services 7.0 kann der Entwickler fortan beim Android-Gerät nachfragen, welche Einstellungen zur Standortbestimmung aktiviert sind – etwa GPS, WLAN und Mobilfunk. Sollte die Anwendung eine präzisere Standortberechnung benötigen, kann diese ab sofort vom Anwender eingefordert und ohne Verlassen der App aktiviert werden. In Google Maps wurde eine solche Funktion bereits unlängst implementiert und soll erheblich zu einer besseren Benutzererfahrung beigetragen haben, da seltener Frust über eine zu ungenaue Standortbestimmung aufkam.

Google-Play-Dienste-Services-7.0-Standort-Einstellungen
Google-Play-Dienste-Services-7.0-Standort-Orte-Auswahl

Darüber hinaus können Entwickler jetzt in ihren Anwendungen auf die Kartendatenbank mit Orten und Geschäften von Google zugreifen. Damit einher geht eine optionale Oberfläche, auf der der Benutzer seinen aktuellen Standort nebst Lokalität auswählen kann. Das Ergebnis ist die bequeme Bereitstellung von Namen, Adressen, Telefonnummern, Webseiten und mehr. Die jeweiligen Methoden zur Standortabfrage können derweil auch in eine eigene Benutzeroberfläche integriert werden. Es ist zudem möglich, neue Orte hinzuzufügen und mit eigenen Daten zu versehen. Dieses API wird übrigens auf unter iOS verfügbar sein.

Google Fit

Google Fit macht es Entwicklern einfacher, Sensordaten über Standort, Geschwindigkeit, Herzfrequenz und dergleichen abzurufen und abzuspeichern. Mit den Play Diensten 7.0 wurde eine einzelne Schnittstelle durch spezifischere APIs ersetzt.

  • SENSORS_API – um unbearbeitete Sensordaten abzurufen
  • RECORDING_API – um Daten zu hinterlegen
  • HISTORY_API – um Daten in der Historie einzufügen, zu löschen oder zu lesen
  • SESSIONS_API – um „Sessions“ zu organisieren
  • BLE_API – um mit Geräten, die Bluetooth LE (Low Energy) unterstützen, zu interagieren
  • CONFIG_API – um auf benutzerdefinierte Datentypen und Einstellungen zuzugreifen

Diese Änderungen reduzieren laut Blogeintrag den Speicherverbrauch von Google Fit erheblich und ermöglicht es Drittanbieter-Apps im Hintergrund zu laufen. Außerdem werden die vorhandenen Datentypen um Körperfettanteil und Schlafdaten augmentiert.

Mobile Werbung und Google Analytics

Mit Version 7.0 der Play Services kann Google AdMob von Entwicklern in beliebigem Umfang implementiert werden, wodurch auch lediglich Google Analytics eingepflegt werden kann. Damit können die Anzahl der Benutzer, Nutzungsdauer, Betriebssystem, Gerätemodell und Herkunft ohne weiteres Zutun seitens der Entwickler ausgelesen werden. Dazu wurde das SDK optimiert, sodass Werbung von Google weniger am Akku saugt.

Google Play Games

Die Gaming-Plattform wurde um eine nette Schnittstelle erweitert, die es erlaubt nach nahegelegenen Geräten zu suchen. Auf diese Weise können Tablets und Smartphones nahtlos als zweiter Bildschirm respektive Controller für ein auf dem Fernseher über Android TV gestartetes Spiel genutzt werden können.

Android TV: Beach Buggy Racing Multiplayer with Nearby Connections (Play Services).

Google Play Dienste 7.0 als APK-Download

Das Update auf Version 7.0 der Play Services wurde im Android Developer-Blog angekündigt und sollte jeden Benutzer in den nächsten Tagen automatisch erreichen. Wer nicht so lange warten möchte, findet die entsprechenden APK-Dateien bei uns. Zur Installation muss zunächst in den Sicherheitseinstellungen des Android-Geräts die Installation aus „unbekannter“ beziehungsweise „unsicherer Herkunft“ gestattet werden. Es muss zudem auf die jeweiligen Versionsnummern geachtet werden: Die letzten drei Ziffern sollten denen, der aktuell installierten Version entsprechen. Da es diverse Varianten gibt, kann es eine Weile dauern, bis alle von Google verteilt wurden – gegebenenfalls muss also geduldig gewartet werden. Die APK-Dateien wiegen allesamt rund 30 MB.

Update vom 04.03.: Es gibt weitere APK-Dateien der Play Dienste 7.0 zum Download.

Quelle: Android Developers via APKMirror

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