Google Play Dienste: Version 7.3 mit Verbesserungen bei Android Wear, Google Fit und mehr

Andreas Floemer

Google hat eine neue Version seiner Play Dienste-App veröffentlicht, die für jedes Gerät mit Android-Version 2.3 und neuer bereitgestellt wird. Google Play Dienste 7.3 bringt eine Vielzahl an Neuerungen mit sich – unter anderem die Möglichkeit, mehrere Android Wear-Geräte leichter auf Smartphones ab Version 4.3 zu verwalten. Im Code der App sind zudem noch weitere Hinweise auf künftige Funktionen versteckt.

Google Play Dienste: Version 7.3 mit Verbesserungen bei Android Wear, Google Fit und mehr

Google Play Dienste 7.3: Besserer Android Wear-Support, Google Fit-Erweiterung und mehr

Durch ein Update der Play Dienste kann Google sein OS über viele Versionen hinweg um APIs und Funktionen erweitern, ohne dass ein komplettes Firmware-Update ausgeliefert werden muss. Auf diesem Wege möchte Google der Fragmentierung entgegenwirken. Mit der Aktualisierung der Play Dienste auf Version 7.3 halten entsprechend allerlei Funktionen auf diversen Smartphones Einzug.

Unter anderem ist es nach Installation der aktuellen Version möglich, mehrere Android Wear-Geräte mit einem Smartphone oder Tablet zu verwalten. Dies war bislang nicht möglich – um eine neue Smartwatch per Android Wear Companion-App zu benutzen, musste man vorher das bisher genutzte Gerät entfernen. Fortan kann man ohne größere Probleme je nach Laune die Android Wear-Smartwatch seiner Wahl benutzen und beliebig wechseln.

Google Play Dienste 7.3.

Abgesehen von der leichteren Verwaltung mehrerer Android-Uhren verpasst Google seinem Fitness-Dienst Google Fit außerdem weitere APIs, die bessere Ergebnisse der täglichen Aktivität produzieren sollen. Ferner werden Informationen zu Nährwertangaben erweitert, auf die auch Anwendungen von Drittanbietern zugreifen können. Außerdem besteht die Option, die Frequenz des Abrufs der Ortsinformationen zu ändern, um so den Akku zu schonen.

Neben neuen Funktionen bringt die neue Version eine Reihe Änderungen optischer Natur mit sich. Zum einen erhält die Smart-Lock-Funktion „Vertrauenswürdige Orte“ einen neuen Anstrich, zum anderen ändert sich die Pull-to-Refresh-Animation in Google+ von dem bunten Ladebalken in einen rotierenden Kreis.

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Google Play Dienste 7.3: Hinweise auf App-Einladefunktion; „Nearby“ kommt näher

Die Kollegen von Android Police haben es sich nicht nehmen lassen, die aktuelle Play Dienste-Version auf auf noch schlummernde Funktionen hin zu untersuchen, und sind in des Assets der App auf einige aufschlussreiche Hinweise gestoßen. So scheint Google bald eine Art App-Invite-System einzuführen. Wie dieses konkret funktioniert, ist noch unbekannt, allerdings ist es möglich, dass Nutzer ihre Freunde und Kontakte schneller auf interessante Anwendungen aufmerksam machen können. Offenbar wird es möglich sein, Einladungen über SMS, Mail und Google+ zu versenden.

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Des Weiteren ist ein Dienst in Erscheinung getreten, über den im Juni des vergangenen Jahres Informationen an die Öffentlichkeit gelangt sind: Google Nearby. Hier scheint es sich um eine Funktion zum automatischen Verbinden von Android-Geräten untereinander. Ist Nearby aktiviert, können beispielsweise mit dem gleichen Google-Konto verbundenen Geräte untereinander einfacher kommunizieren und Daten austauschen. Auch ist denkbar, dass Benachrichtigungen – etwa Hangouts-Nachrichten – nur auf einem Gerät eintreffen, anstatt sich auf allen Smartphones, Tablets und Desktoprechner gleichzeitig bemerkbar zu machen. Die Möglichkeiten sind mannigfaltig – in einem separaten Artikel haben wir eventuelle Nearby-Einsatzszenarien gesammelt. Angesichts dessen, dass entsprechende Text-Strings in den Play Diensten zu finden sind, ist denkbar, dass Google diesen sehr bald – beispielsweise im Zuge der Google I/O 2015 Ende Mai – vorstellen wird.

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Google Play Dienste 7.3 downloaden

Die Google Play Dienste 7.3 sollten mittlerweile  auf allen unterstützen Android-Geräten installiert sein. Falls man eine ältere Version auf seinem Tablet oder Smartphone vorfindet, kann man sich gedulden, bis Google sie automatisch bereitstellt – der Download findet im Hintergrund und ohne Play Store-Benachrichtigung statt. Ungeduldige haben die Möglichkeit, sich die aktuelle APK-Datei auf APKMirror herunterzuladen.

Da es viele unterschiedliche Versionen gibt, muss man zuvor in der App-Info des Android-Geräts überprüfen, welche die korrekte Variante ist. Hier muss man auf dieletzten drei Ziffern der Versionsnummer – siehe Screenshot unten – achten und die APK-Datei mit den identischen Endziffern herunterladen.

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Zur manuellen Installation der APK ist es notwendig, die Installation von Apps aus „unbekannter Herkunft“ beziehungsweise „unsicheren Quellen“ zu gewähren. Dies geschieht in den Einstellungen unter dem Menüpunkt „Sicherheit“. Künftige Updates erhält man weiterhin, da die Apps seitens Google signiert sind.

Quelle: Google Developers, Android Police 1, 2

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