Google Play Games: Android-Spielenetzwerk zukünftig mit „Gamer ID“ statt Klarnamen

Frank Ritter 3

Google hatte die Änderung unlängst im Zuge der Abkoppelung von Google+ schon angedeutet, jetzt ist es offiziell: Smartphone-Zocker werden sich in der Android-Spieleumgebung Play Games einen eigene „Gamer ID“ anlegen können. Das bedeutet: Nicknames statt Klarnamen.

Google Play Games: Android-Spielenetzwerk zukünftig mit „Gamer ID“ statt Klarnamen

Wie sich die Zeiten doch ändern: Vor zwei Jahren noch galt als Masterplan von Google, alle eigenen Services mit Google+ zu verknüpfen, damit sich die eigenen Nutzer dort mit Realnamen anmelden und pseudonymfrei miteinander interagierten. Mitte 2014 fiel die Klarnamenpflicht und mittlerweile löst Google sogar immer mehr seiner Dienste von Google+ ab.

Neuestes Beispiel: das Gaming-Framework Google Play Games. Bislang galt man dort als verbunden mit anderen Nutzern, denen man auch bei Google+ folgte. Damit hatte man auch Leute in den High-Score-Liste, denen man aus professionellen Gründen in Googles Social Network folgte. Das kann positiv sein – die Bestzeit-Battles in Riptide GP2 mit Lars gehören zu meinen packendsten Mobile-Gaming-Erfahrungen – sind aber spätestens dann deplatziert, wenn das Konterfei und der volle Name des Chefs in der High-Score-Liste irgendeines Candy-Crush-Derivats prangen. Das will man einfach nicht.

Google hat das Gott sei Dank erkannt und stellt Play Games um. Wie vor einem Monat bereits vage angedeutet, wird man sich in Kürze eine so genannte Gamer ID anlegen können, analog zu ähnlichen Systemen auf den Konsolen und bei Steam. So kann man also seinen Anzeigenamen von einem langweiligen „Thorben Meyer“ in ein wesentlich respekteinflößenderes „k4ckn00Bk1llaH1337“ ändern. Und darauf haben wir, sind wir mal ehrlich, gewartet, seit es Google Play Games gibt.

google-play-games-nick-erstellung

Zu einem nicht näher spezifizierten Zeitpunkt in den nächsten Wochen werden bestehende und neue Google-Play-Nutzer also die Aufforderung erhalten, ihren Anzeigenamen zu ändern beziehungsweise sich einen solchen zu erstellen. Dazu wird man aus einem von mehr als 40 vorgegebenen Nutzerbildchen wählen können – wir mutmaßen, dass Google ein wenig die Kreativität seiner Nutzer in puncto Vulgärcontent fürchtet und deswegen keine eigenen Bilder als Avatar zulässt. Zudem wird man sich nur noch einmal pro Gerät in Play Games einloggen müssen statt, wie bis jetzt, einmal pro Spiel. Das finden wir gut und hoffen, dass Play Games auf die Weise mal ein bisschen an Schwung gewinnt.

Google Play Spiele
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Quelle: Offizielles Android Blog

Video: Google Play Games

Google Play Games: That Winning Feeling.

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