Flyne: Offline-Newsreader vom Falcon Pro-Macher kostenlos im Play Store – mit Haken

Andreas Floemer 4

Flyne, der kürzlich angekündigte neueste Spross des Falcon Pro-Entwicklers Joaquim Verges ist seit heute im Play Store verfügbar. Bei der App handelt es sich um einen Offline-Reader, mit dem man zum Lesen aktueller News keine Datenverbindung benötigt – Feeds werden vorab einfach komplett in die App geladen, dem Lesevergnügen steht so selbst auf Bahnreisen oder im Flugzeug kein Hindernis im Weg. Die App ist recht schick und praktisch, hinterlässt aber angesichts seiner In-App-Käufe ein „Geschmäckle“.

Flyne: Offline-Newsreader vom Falcon Pro-Macher kostenlos im Play Store – mit Haken

Wie bereits Falcon Pro kann auch Flyne bezüglich seines Designs und der Usability überzeugen. Die App, deren Name eine abgewandelte Verkürzung des Wortes „Offline“ ist, reagiert schnell auf Eingaben und der Wechsel von einem Artikel per Wischgesten flüssig. Zum Wechsel zwischen verschiedenen Abos dient eine Slide-Out-Navigation, die ebenso fluffig ein- und ausfährt. Über ein weiteres Menü, das über einen Button rechts oben auf dem Screen zugänglich ist, hat der Nutzer ferner die Möglichkeit Artikel zu speichern, den Reader zu aktualisieren und diverse Einstellungen vorzunehmen. Beispielsweise kann die Häufigkeit der Synchronisaierung eingestellt werden und auch, ob Feeds ausschließlich über WLAN abgerufen werden sollen. Darüber hinaus kann in den „Night Mode“ gewechselt werden, sodass der Hintergrund schwarz und die Schrift weiß ist – besonders auf Geräten mit AMOLED-Screens schont das den Akku.

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Da Flyne als reine Reader-App fungieren soll, ist die Integration von Social-Sharing-Funktionen recht rudimentär gestaltet. Lediglich über das standardmäßige Teilen-Menü lassen sich Artikel mit Dritten und dem Social Web teilen. Hier würde ich mir wünschen, dass Verges noch etwas nachbessert. In Artikel eingebundene Videos lassen sich zudem nicht in der App wiedergeben, stattdessen muss man entweder die YouTube-App oder den Browser nutzen.

Flyne an sich ist kostenlos, in der Standardversion kann man allerdings lediglich auf vom Entwickler vorab kuratierte Feeds zugreifen – möchte man aber seinen Content selbst zusammenstellen, beispielsweise über Feedly oder Twitter, fallen gewisse Kosten an. Fügt man Feedly als Feedquelle hinzu, kostet dies per In-App-Kauf noch verträgliche 0,72 Euro, für Twitter fallen allerdings noch einmal 1,47 Euro an.

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Die Funktionen an sich sind sinnvoll, zumal man sowohl bei Verknüpfung mit Feedly als auch mit Twitter bestimmte Konten auswählen und diese als Newsfeed à la Flipboard lesen kann, jedoch ist es recht enttäuschend, dass Verges sich diese eigentlichen Kernfeatures eines Newsreader etwas kosten lässt. Wenn er mit der App Geld verdienen möchte, was ein nachvollziehbares Anliegen ist, soll er die App grundsätzlich mit vollem Funktionsumfang kostenpflichtig anbieten.

Die In-App-Kauf-Option sehe ich als hier zudem als ungünstige Lösung: Während dies bei Games durchaus funktioniert, ist der Zukauf essentieller Funktionen eher ärgerlich. Denn es ist davon auszugehen, dass viele Nutzer die App mit all ihren herausragenden Funktionen ausprobieren und bei Nichtgefallen gegebenenfalls zurückgeben möchten. Bei In-App-Käufen ist die Rückgabe nicht möglich – somit ist man selbst in dem Rückerstattungs-Zeitfenster von 15 Minuten, die beim Kauf einer App im Play Store zum Testen zur Verfügung stehen, entsprechenden Betrag für immer los, selbst wenn dem Nutzer die Anwendung nicht zusagt.

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Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

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