Google Play Store: Apps mit Werbung in Zukunft gekennzeichnet

Norman Volkmann

Inzwischen haben wir uns schon daran gewöhnt, dass ein Großteil der Apps im Google Play Store zunächst kostenlos ist. „Kostenlos“ geht in den meisten Fällen aber einher mit „mit Werbung“ – und nicht einmal zahlungspflichtige Apps kommen immer ohne Werbung aus. Um mehr Transparenz in den Store zu bringen, verpflichtet Google Entwickler ab 2016 dazu, anzugeben, welche Apps Werbung beinhalten.

Google Play Store: Apps mit Werbung in Zukunft gekennzeichnet

Ohne Werbung rechnen sich Apps für ihre Entwickler meist über drei Modelle: Mikrotransaktionen sind mittlerweile fast zur Norm geworden, daneben gibt es häufig Premium-Versionen von Apps, die nach einmaliger Zahlung komplett ohne Werbung auskommen oder Anwendungen, die mit einem bezahlbaren Abonnement ausgestattet sind (Pushbullet kündigte ein solches Modell erst in dieser Woche an). Ob es Werbung in einer App gibt, konnten Nutzer vor dem Download bislang nicht feststellen. Aktuell kennzeichnet der Google Play Store lediglich Apps, die In-App-Käufe beinhalten.

Werbeunterstützte Apps im Google Play Store

Mit dem Label „Werbeunterstützte App“ werden zukünftig alle Apps gekennzeichnet, die Werbung beinhalten. Dieses Feature ist nicht brandneu, sondern bereits teilweise in Google Play integriert. Apps für Kinder und Familien haben dieses Kennzeichnung bereits seit der letzten I/O-Konferenz, ab Januar gilt es aber aber für den gesamten Store. Bis zum 11. Januar 2016 haben Entwickler nun Zeit, ihre Apps entsprechend zu kennzeichnen. Wer das nicht tut, verstößt gegen die Google Play Developer Program-Richtlinien und könnte in der Folge aus dem Play Store gekegelt werden.

werbeunterstützte-app-kennzeichnung

Auch wenn die Werbekennzeichnung im Ergebnis vermutlich unter der Mehrzahl der Apps stehen wird, ist das geplante Feature eine schöne Geste für mehr Transparenz im Google Play Store und für den Verbraucher. Gerade kostenpflichtige Apps, die dennoch Werbung eingebunden haben, werden so sichtbar gemacht. Ob das zu einer Änderung dieses Vorgehens seitens der Entwickler führt, bleibt abzuwarten – aber möglicherweise wird so auch das Kaufverhalten von Nutzern verändert.

Quelle: Google Developer Support via Android Authority

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* gesponsorter Link