Google Play Store: Millionen Apps droht die Löschung

Kaan Gürayer 7

Steht dem Google Play Store ein gigantischer Frühjahrsputz bevor? Millionen Apps könnten bald aus dem Software-Shop entfernt werden, warnt Google. Als Grund werden Verstöße gegen den Datenschutz genannt. 

Bis zum 15. März, so Google in einer E-Mail an Android-Entwickler, müssen alle Android-Apps im Play Store eine Datenschutzerklärung beinhalten. Das gelte für alle Anwendungen, die etwa Zugriff auf die Kamera, das Adressbuch, Konten oder andere sensible Informationen verlangen, die entweder den Nutzer selbst oder das verwendete Android-Gerät betreffen.

Eine Datenschutzerklärung muss dem US-Konzern zufolge sowohl auf der Android-Entwicklerseite im Google Play Store als auch in der App selbst eingefügt werden. Android-Entwickler haben nun bis zum 15. März Zeit, um den Anweisungen von Google Folge zu leisten. Andernfalls werde man die Sichtbarkeit der betroffenen Apps massiv einschränken, sodass sie im Google Play Store de facto kaum mehr zu finden seien. In einem nächsten Schritt droht sogar die komplette Entfernung aus dem Google Play Store.

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Nutzer könnten profitieren

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Die Drohung Googles dürfte vor allem die sogenannten „Zombie-Apps“ betreffen – Apps also, die seit Jahren kein Update mehr gesehen haben und im Google Play Store vor sich hinvegetieren. Nutzer dürfen das harte Vorgehen des Suchmaschinengiganten hingegen begrüßen, da auf diese Weise der jahrelang angesammelte App-Müll aus dem Google Play Store verschwindet und – im Idealfall – nur noch Apps prominent sichtbar bleiben, die auch regelmäßig gepflegt werden.

Da ist der gewonnene Datenschutz beinahe schon zweitrangig.

Quelle: The Next Web

 

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