Mehr als eine Million Smartphones durch schadhafte Apps gehackt

Kamal Nicholas 7

Huch, was ist denn da schon wieder los? Über eine Million Smartphones wurden gehackt? Ja, leider scheint genau das passiert zu sein. Was genau das bedeutet, erfahrt ihr im Artikel.

Mehr als eine Million Smartphones durch schadhafte Apps gehackt

Wie der Guardian gestern berichtet hat, wurden bei mindestens zwei beliebten Android Apps im Play Store kritische Sicherheitslücken entdeckt, die dazu genutzt wurden, um Millionen von Smartphones zu hacken.

Was heißt hier „gehackt“.

Die Sicherheitslücke, die in den Apps „Songs“ und „Prized“ entdeckt wurde, konnte so ausgenutzt werden dass diese Anwendungen sich an der Rechenleistung der infizierten Smartphones bedienen, um mit deren Hilfe Kryptowährungen wie etwa Bitcoins zu generieren. Beide Apps wurden insgesamt mehr als 10 Millionen Mal heruntergeladen. Wie viele Gerät genau betroffen sind, lässt sich dabei allerdings nicht feststellen, The Guardian spricht von „mehr als einer Million“ Geräte, die tatsächliche Zahl kann aber auch wesentlich höher sein.

Natürlich passiert dieser ganze Prozess ohne das Wissen der Smartphone-Besitzer. Nachdem die App einmal installiert und ihr die angeforderten Rechte gewährt wurden, wird die schädlich Software mit auf das Smartphone gebracht, wo diese dann ihr Unwesen treibt.

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Weitere Apps infiziert

Doch nicht nur in den Apps „Songs“ und „Prizes“wurde der schadhafte Code entdeckt, auch Versionen der Apps Football Manager Handheld und TuneIn Radio, die außerhalb des Play Stores angeboten wurden, weisen die Malware namens Androidos_Kagecoin.hbtb auf.

Und wie wirkt sich das auf den Nutzer aus?

Die im Hintergrund verwendete Rechenleistung eines Smartphones, um Bitcoins und andere „Kryptocoins“ wie Dodecoin oder Litecoin zu erstellen oder zu fördern, wirkt sich vor allem auf die Akkuleistung der betroffenen Geräte aus.  Innerhalb kürzester Zeit wird so unter anderem der Akku leergesaugt. Gefunden wurde die Sicherheitslücke von dem Unternehmen Trend Micro, das nun empfiehlt: „

Nutzer mit Smartphones und Tablet, die plötzlich langsam aufladen, heiß laufen oder deren Akku schnell leer ist sollten in Betracht ziehen, dass sie dieser Bedrohung ausgesetzt wurden.“

Man darf dabei natürlich nicht vergessen, dass Trend Micro selbst auch Antiviren-Programme verkauft, dennoch solltet ihr euch die Sache mal etwas genauer anschauen, wenn ihr den Befall durch einen solchen Virus vermutet.

 Quelle: The Guardian via derStandard, Artikelbild: Freak Solution

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