VHS Camcorder: Mit dieser App filmst du wie 1984

Oliver Janko 4

Eine Reise in die Vergangenheit: In den Jahren nach 1980 hielten Videokameras in den Haushalten dieser Welt verstärkt Einzug. Wer wollte, war nun in der Lage, einigermaßen ansprechende Filme von Reisen, dem Familienleben und so weiter zu drehen. Homevideos von damals weisen bekanntermaßen ein ganz besonderes Farbbild und spezifische Störungen aus - und die lassen sich heute für den ganz besonderen Retro-Effekt nachstellen. „VHS Camcorder“ heißt eine neue App, die die Knipse des Mobilgeräts um 30 Jahre zurückversetzt. Wir haben das kleine Tool getestet.

Mancher hat sie noch zuhause liegen: Die guten alten Heimvideos, unbeholfen beschriftet mit „Tennerriffa Sommerurlaub 1992 + Klavier Konzert Weihnachten 93“. Legt man sie in den Videorecorder mit „ShovView“-Aufdruck, zeigen sich unscharfe, verwackelte und schlecht vertonte Videos mit In-Picture-Digital-Uhr - aber immer mit besonderen Erinnerungen verbunden. Im Jahr 1984 kam die erste Videokamera mit den damals revolutionären Super-8-Kassetten auf den Markt, ein Jahr darauf folgten die ersten Modelle mit VHS-Kassetten und Betamax kennt heute eh keiner mehr. Genau in diesen Zeitraum jedenfalls wollen uns auch die Entwickler der App VHS Camcorder versetzen - und dafür werden alle Register gezogen.

Mit der App darf man sich auf ein Filmerlebnis der besonderen Art freuen. Die Aufnahmen kommen den der ersten kommerziellen VHS-Kameras tatsächlich recht nahe: Das Bild ist grobkörnig, immer wieder flimmern weiße Flächen durch das Video und der Zoom verdient diesen Namen fast nicht. Nicht nur, dass der Brennweitenbereich alles andere als großzügig bemessen ist, das Vergrößern der Bildfläche geht auch unglaublich langsam vonstatten. Die Umsetzung ist diesbezüglich also gelungen, wir fühlten uns tatsächlich einige Jahre in die Vergangenheit versetzt.

VHS Camcorder: Ein riesiger Spaß

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Die Entwickler haben der App auch noch erweiterte Features auf den Weg gegeben: Wer will, kann lustige Retro-Titel einblenden lassen, die in den Einstellungen der App angepasst werden können. Auch ein Selfie-Modus ist an Bord, vor 30 Jahren noch eher nicht so populär. Videofilter runden das Angebot ab. Im Test mit unserem Huawei Mate S klappten die Funktionen in der Regel tadellos, beim Einschalten des Blitzes kam es aber ab und an zu Abstürzen der Anwendung. Die Ladezeit ist mitunter etwas lang; ob das beabsichtigt ist, ist schwer zu sagen.

Die Entwickler arbeiten laut eigener Aussage laufend an den Bugs, die starke Nutzerwertung von 4,6 von 5 Punkten im Play Store legt zudem die Vermutung nahe, dass Abstürze ohnehin eher die Ausnahme sind. Wer also selbst Retro-Videos produzieren will: Die Android-Version kann für 3,17 Euro im Play Store gekauft werden, sie läuft auf allen gängigen Geräten ab Android 4.4 und benötigt sparsame 2,7 MB Festspeicher. Die iOS-Version kostet 3,99 Euro, läuft ab iOS 8 und nimmt 14,1 MB in Anspruch.

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Entwickler: Rarevision
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