Otto Lilienthal, der Luftfahrtpionier: Was zeigt Google heute?

Martin Maciej

Auch heute ändert der Onlinegigant Google wieder das Outfit seiner Suchmaschine. Nachdem die Suchmaschine Google Anfang der Woche ganz im Zeichen des rubikschen Zauberwürfels stand, zeigen die Suchmaschinen-Anbieter heute anlässlich seines 166. Geburtstags den deutschen Luftfahrtpionier Otto Lilienthal.

Otto Lilienthal, der Luftfahrtpionier: Was zeigt Google heute?

Wer sich heute bei Google auf die Suche nach Informationen, Wissen und News begibt, erhält ein verändertes Erscheinungsbild der Suchmaschinenstartseite. Hierbei handelt es sich jedoch um keinen Browser Hijacker wie Sweet Page oder Qone8. Viel mehr wollen die Betreiber der meistgenutzten Suchmaschine der westlichen Welt den 166. Geburtstag von Otto Lilienthal feiern.

Otto Lilienthal: Leben und Sterben für das Fliegen

Otto Lilienthal wurde am 23. Mai 1848 in Anklam, Preußen, geboren. Lilienthal gilt als der erste Mensch, dem es gelang, mit einem Flugzeug über längere Zeit durch die Luft zu schweben. Seine Pioniersarbeit im Bereich der Luftfahrt gilt auch heute noch als Basis zur Konstruktion von Flugzeug-Tragflächen.

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Auf der Google Startseite könnt ihr heute Otto Lilienthal bei seinem Gleitflug in seinem damals bahnbrechendem Gefährt vom Hügel in Berlin-Lichterfelde bewundern. Der Google-Schriftzug liegt heute dezent auf einer grünen Rasenfläche. Neben Lilienthal sind weitere Zuschauer in gezeichneter Form auf dem Doodle zu sehen.

Konnte man am Montag noch selber rätseln und Hand an den Zauberwürfel im Browserfenster anlegen, kommt die heutige Zeichnung von Otto Lilienthal leider nur statisch und ohne interaktive Elemente daher. Nichtsdestotrotz gilt es heute einem Mann zu gedenken, der die Vorarbeit für die Brüder Wright bei der Entwicklung von Gleitflugzeugen leistete und somit als Urvater für die im heutigen Luftverkehr eingesetzten Maschinen von Boeing und Co. gilt – abgesehen vom literarischen Ikarus vielleicht.

Otto Lilienthal hat Geburtstag – Google feiert

Otto Lilienthal gilt als die erste Person, die erfolgreich durch die Luft gleiten und fliegen konnte. Dem ersten erfolgreichen menschlichen Flug gingen jahrelange Untersuchungen und Messungen sowie diverse gescheiterte Flugversuche voraus. 1891 folgte sein erster Flug, bei welchem Otto Lilienthal immerhin eine Strecke von 20 Metern in der Luft zurücklegen konnte.

Otto Lilienthal war bei weitem nicht der erste Tüftler, der dem Menschen das Fliegen beibringen wollte. Bereits im 15. Jahrhundert bastelte Leonardo da Vinci an verschiedenen Modellen für Fluggeräten. Bereits im Alter von 19 Jahren eignete sich Lilienthal theoretische Kenntnisse des Fliegens an, um diese weiterzuentwickeln und in Experimenten auszubauen.

Fundament für seine Untersuchungen ist die Theorie der Aerodynamik sowie die Beobachtung von Flugbahnen bei Vögeln. Sein Werk „Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst“ gilt auch heute noch als eine der ersten literarischen Anlaufstellen zur Vogelflugforschung. Im Webauftritt des Otto Lilienthal-Museums  kann man einen kostenlosen Blick in das Werk im PDF-Format werfen.

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Die schönsten Google Doodles: Eiffelturm-Eröffnung, Raumsonden, Festivals und Thanksgiving.

Nach 20 Jahren Forschung traute sich Otto Lilienthal 1890 das erste Mal mit einem eigenen Gefährt in die Luft, allerdings vorerst ohne Erfolg. Ein Jahr später gelang Lilienthal schließlich mit dem „Derwitzer Apparat“ der erste menschliche Flug über eine Weite von über 20 Metern. Hiernach folgten noch weitere verschiedene Apparaturen für den Flug. Die Flugmodelle bestanden größtenteils aus Weidenzweigen und Baumwolle. Seine Leidenschaft war gleichzeitig sein Ende.

Am 9. August 1986 wurde Otto Lilienthal bei einem Flugversuch in Havelland von einer Windböe erfasst. Abstürzend aus 15 Metern Höhe brach sich der Flugpionier die Halswirbelsäule und erlitt eine Hirnblutung. Verletzt und in ärtzlicher Begleitung wurde Otto Lilienthal mit einem Güterwagen nach Berlin transportiert. Während des Transports fiel er jedoch bereits ins Koma und erlag einen Tag später an seinen Verletzungen.

Auch heute ist der Name Otto Lilienthal noch unvergessen. Wer z. B. in Berlin in ein Flugzeug am Flughafen Tegel steigt, befindet sich auf dem offiziell „Flughafen Berlin-Tegel ‚Otto Lilienthal“ genannten Verkehrsflughafen.

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