Health in iOS 8: Apple verbietet Verkauf von Nutzerdaten

Julien Bremer

Für die Entwicklerschnittstelle HealthKit, die unter iOS 8 Einzug halten wird, hat Apple seine Datenschutzbestimmungen verschärft. Entwicklern ist es demnach nicht erlaubt, Nutzerinformationen zu verkaufen.

HealthKit wird eine Plattform, die sämtliche Fitness- und Gesundheitsdaten von verschiedenen Apps auf dem Smartphone sammelt. Entwickler können sich an die Schnittstelle hinter der Health-App andocken, wodurch die Daten übertragen werden können. Im Vorfeld und vor dem Hintergrund der NSA-Affäre wurde Kritik laut, dass die Gesundheitsdaten der Nutzer nicht sicher seien und diese nun noch einfacher für Dritte zugänglich werden.

Mit seinen neuen Datenschutzbestimmungen möchte Apple dem vorbeugen, wie der Guardian mitteilt. Dort wurde explizit festgehalten, dass es Entwickler nicht erlaubt sei, die Daten der Nutzer weiterzuverkaufen, zum Beispiel für Werbezwecke:

 You and your application may not use the HealthKit APIs, or any information obtained through the HealthKit APIs, for any purpose other than providing health and/or fitness services in connection with your application (eg not for serving advertising).

Die einzige Ausnahme, die eine Weitergabe dieser Daten erlaubt, sei für Organisationen, die daraus Studien anfertigen wollen. Aber auch hier muss der Nutzer im Vorfeld ausdrücklich gefragt werden und kann die Freigabe seiner Daten verweigern. Im schlimmsten Fall droht Entwicklern, die gegen diese Bedingungen verstoßen der Ausschluss aus dem Developer-Programm.

Apple hat gestern Abend offiziell die Einladungen für den 9. September verschickt. Dort wird höchstwahrscheinlich das neue iPhone vorgestellt und in dem Zusammenhang auch iOS 8 freigegeben. Dann können die Anwender die Health-App nutzen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung