HTC Zoe: Beta-Version für erste Nicht-HTC-Geräte veröffentlicht

Rafael Thiel 7

Nachdem der Dienst bereits mit der Vorstellung des HTC One (M8) angekündigt wurde, ist die Zoe-App nun im Play Store gelandet. Damit lassen sich wie erwartet verschiedene Bilder und Videos zu einem Highlights-Video zusammenbauen – inklusive Übergangseffekte und Hintergrundmusik. Noch befindet sich die Zoe-App im Beta-Status und ist nur für eine begrenzte Anzahl von Android-Smartphones verfügbar, darunter etwa das Samsung Galaxy S5 und das Nexus 5.

HTC Zoe: Beta-Version für erste Nicht-HTC-Geräte veröffentlicht

HTC Creative Labs nennt sich das Team, das bereits an Sense 6 bei Software-Features wie Gesture Control und Blinkfeed mitwirkte. Nun hat sich die für Innovationen zuständige Sparte dem bereits vom HTC One (M7, Test) bekannten Highlights-Video-Feature namens HTC Zoe angenommen. Während Zoe bislang in der Kamera-App die Aufnahme mehrerer Bilder hintereinander bedeutete, damit die von der Galerie-App automatisch erstellten Video-Kompositionen durch die GIF-ähnlichen Bewegtbilder etwas Dynamik erhielten, meint Zoe beim HTC One (M8, Test) eine reguläre Videoaufnahme – und ist zudem auch nicht mehr so nebenbei benutzbar, da die Funktion nunmehr über das Kamera-Menü aufgerufen werden muss. Außerdem wurde das Erstellen der Highlights-Videos ebenfalls unter dem Zoe-Label zusammengefasst.

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Auf dem HTC One (M8) und dem One mini 2 (Test) war auch bereits eine dedizierte Zoe-App zu finden – diese hatte aber bis dato keine Funktion und fungierte lediglich als Platzhalter – bis heute. Denn durch die Freigabe der Zoe-App wurde das App-Icon mit Funktionalität gefüllt. Ab sofort lassen sich mit der Anwendung aus Bildern und Videos ein mit Animationen und Hintergrundmusik versehenes Highlights-Video erstellen – ähnlich wie es etwa Google über seine AutoAwesome-Funktion anbietet. Der Benutzer kann dabei manuell das gewünschte Bildmaterial (Inhalt) auswählen, aus einer Liste vorgefertigter Stile wählen (Themen) sowie optional das Video mit eigener Musik hinterlegen.

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Mit der Zoe-App lassen sich nicht nur kleine Filmchen erstellen, sondern die Anwendung fungiert zugleich als soziales Netzwerk à la Instagram oder Vine. Man kann anderen Nutzern folgen, öffentliche Zoes anderer mit einem Herzchen versehen oder kommentieren und eigene Zoes sowohl öffentlich als auch privat teilen. Zudem gibt es eine offizielle Zoe-Webseite, über die die Highlight-Videos auch am Computer begutachtet werden können. Da die Anmeldung bei Zoe wahlweise über Google oder Facebook erfolgt, werden Zoe-Nutzer aus den eigenen Kontakten herausgesucht. Ein nettes Feature ist die Möglichkeit, Highlights-Videos anderer Leute um eigene Inhalte zu erweitern und so kol­la­bo­ra­tiv ein gemeinsames Ereignis festzuhalten – beispielsweise ein in der Gruppe besuchtes Konzert.

Hier ein offizielles Demo-Zoe:

Darüber hinaus macht die Anwendung einen äußerst aufgeräumten Eindruck und scheint frei von gröberen Fehlern zu sein. Das Erstellen neuer Videos funktioniert derweil schnell und reibungslos, hier ein Beispiel. Bislang werden nur ausgewählte Geräte mit Android 4.4 KitKat unterstützt, darunter das Samsung Galaxy S5, das Galaxy S4, das Note 3, das Nexus 5 sowie alle HTC-Modelle mit Sense 6. Allerdings läuft die App auch auf anderen Smartphones, wie etwa dem offiziell nicht unterstützten LG G3, problemlos – die Installation via Sideload ist lediglich etwas umständlicher. Bei der veröffentlichten Version handelt es sich um eine Beta, die finale Zoe-App mit der Versionsnummer 1.0 soll jedoch noch in diesem Jahr freigegeben werden – inklusive einiger neuer Features. Somit geht HTC den Weg konsequent weiter, die vormals im System verankerten Features und Gimmicks zunehmend über den Play Store zu verteilen und aktualisieren – so etwa bereits geschehen mit dem HTC Blinkfeed, gleichwohl diese App bislang nur auf HTC-Smartphones installierbar ist.

Zoe
Entwickler: HTC Creative Labs
Preis: Kostenlos

Quelle: HTC Blog [via Android Central]

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