E-Book-Preisabsprache: Verhandlung wird nach Apples Berufung neu aufgenommen

Julien Bremer

Die Anwälte von Apple haben in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Denn heute beginnen die Verhandlungen im Fall der E-Book-Preisabsprachen. Apple hat im vergangenen Jahr Berufung gegen das Urteil eines US-Gerichts eingelegt.

E-Book-Preisabsprache: Verhandlung wird nach Apples Berufung neu aufgenommen

Über fehlende Arbeit dürfen sich die Anwälte aktuell nicht beklagen. Denn neben den Verhandlungen um das isolierte und möglicherweise wettbewerbswidrige iPod-iTunes-Ökosystem kommt eine weitere Sammelklage aus Kanada auf die Juristen zu. Hier soll Apple für einen Fehler, der möglicherweise in der Produktion liegt, gerade stehen (wir berichteten).

Doch damit nicht genug: Heute werden die Verhandlungen in Apples Fall und die E-Book-Preisabsprachen neu aufgenommen. Dem Konzern wurde vorgeworfen, sich mit seiner Preisstrategie für E-Books illegal verhalten zu haben. Apple hat unter anderem durchgesetzt, dass die Verlage ihre Bücher nirgendwo günstiger anbieten dürfen, als im iBookStore. Dies hatte zur Folge, dass die Preise für E-Books generell anstiegen. Das Gericht sah darin eine rechtswidrige Handlung und sprach das Unternehmen im Juli 2013 schuldig. Es sollte zwischen 450 Millionen und 500 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen.

In Cupertino hingegen wehrt man sich gegen dieses Urteil und legte Berufung ein. Man ist davon überzeugt, dass Apples Eintritt in den Buchmarkt zu mehr Wettbewerb geführt habe, erst recht, da zuvor Amazon eine Art Vormachtstelllung für dieses Segment hatte. Die gestiegenen Preise waren außerdem notwendig, um den E-Book-Markt für die Verlage attraktiv zu machen. Ohne diesen Schritt wäre der Markt heutzutage deutlich kleiner. Viele Verlage seien zu dem Zeitpunkt der gleichen Ansicht gewesen, die Preise für Ebooks sollen steigen, wie Apple-Manager Eddy Cue kürzlich in einem Fortune-Interview verriet.

Dieser zeigte sich kämpferisch: „Du musst für deine Prinzipien einstehen und gegen das Unrecht kämpfen“.

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