Chrome Apps für Mobile: Update des Entwicklertools bringt Unterstützung für Benachrichtigungen, Google Cloud Messaging und mehr

Tuan Le 6

Künftig soll es vermehrt Android-Apps geben, die mit der Website-Rendering-Engine von Chrome/Chromium erstellt werden und darauf laufen. Das zugrunde liegende Framework, die Chrome Apps für Mobile, hat nun eine Aktualisierung erhalten, mit der unter anderem die Unterstützung von Benachrichtigungen und Google Cloud Messaging sowie weitere Chrome-APIs unter Android für Entwickler nutzbar werden. Nützlich ist auch das neue Live Deploy-Feature, mit dem Chrome-Apps direkt auf dem Smartphone getestet werden können. Ein erster Showcase stellt die Quiz-App Topeka für Android dar, entwickelt mit der plattformübergreifenden Crosswalk-Technologie.

Chrome Apps für Mobile: Update des Entwicklertools bringt Unterstützung für Benachrichtigungen, Google Cloud Messaging und mehr

Google hat mit Chrome Apps für Mobile ein deutliches Bestreben aufgezeigt, Chrome-Apps auch mobil zur Verfügung zu stellen. Nicht nur unter Android, sondern auch iOS sollen somit Chrome-Applikationen künftig plattformübergreifend betrieben werden können. Das aktuelle Update liefert den Entwicklern von Apps weitere Möglichkeiten, um diese Vision in die Tat umzusetzen. Mithilfe von neuen Chrome APIs sowie der Unterstützung von nativen Android-Benachrichtigungen können Chrome-Applikationen noch stärker wie native Apps für Android und iOS agieren, sodass den Entwicklern mehr Freiraum bei der Gestaltung bleibt. Die Einführung der Unterstützung von Google Cloud Messaging dürfte diesen Aspekt ebenfalls vorantreiben und eine reibungslose Kommunikation zwischen Server und Endgeräten ermöglichen, sei es zur Verarbeitung von notwendigen Daten oder der Benachrichtigung für spezielle Promo-Aktionen, wie es bei vielen „echten“ Android-Apps auch üblich ist.

Spannend ist auch das neue Live Deploy-Feature, mit dem Google den Workflow bei der Entwicklung erheblich beschleunigen möchte. Damit lassen sich Chrome Mobile-Apps mit wenigen Klicks direkt auf Geräten unter Android und iOS testen und entsprechend anpassen. Veränderungen, die man an der zu portierenden Chrome App durchführt, werden auch umgehend auf dem Smartphone beziehungsweise Tablet angezeigt, was langwierige Übertragungen obsolet macht. Darüber hinaus bietet Chromium nun basierend auf dem Crosswalk-Projekt eine neue WebView-Version, die von sämtlichen Android-Geräten ab 4.0 Ice Cream Sandwich aufwärts genutzt werden kann und für eine erheblich bessere Performance sorgen dürfte.

Chrome-topeka-quiz-demo

Ein erstes Beispiel dafür, wie eine mithilfe der Crosswalk WebView auf Android portierte App aussehen könnte, liefert das von den Entwicklern veröffentlichte Quiz-Spiel Topeka. Dieses ist sowohl in einer Web-Version verfügbar als auch in Form einer Android-App im Google Play Store - trotz der Animationen soll es auch auf älteren Geräten durch eine gezielte Optimierung flüssig laufen, sieht dank Material Design ansprechend aus und macht nebenbei zur Auffrischung des Allgemeinwissens durchaus Spaß, sofern man des Englischen mächtig ist. Zu hoffen ist, dass noch weitere Apps für Chrome ihren Weg auf Android, vielleicht sogar irgendwann auch iOS – sofern sich Apple dafür öffnet – finden werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Sind Chrome-Apps für Android eurer Meinung nach interessant? Meldet euch wie immer unten in den Kommentaren zu Wort.

Quelle: Chromium Blog [via Android Central]

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