Mobile Meter: Google tauscht Nutzerdaten gegen Belohnungen

Frank Ritter 24

Bei all den vielen tolle kostenlosen Diensten, die Google anbietet, sollte man eines nicht vergessen: Kerngeschäft des kalifornischen Konzerns sind Nutzerdaten. Mit einer neuen App namens Mobile Meter könnte Google bald noch mehr über seine Nutzer erfahren – auf freiwilliger Basis und gegen Belohnungen.

Die Rechnung ist einfach: Je mehr Google über seine Nutzer weiß, desto besser kann die Werbung austariert werden, die dieser erhält und desto mehr nimmt Google ein. So weit, so bekannt. Neben den bereits jetzt passiv erhobenen Daten möchte Google aber, wie engadget berichtet, noch einen Schritt weiter gehen.

Mithilfe einer Mobile Meter-App für iOS und Android möchte der Konzern auf vollkommen freiwilliger Basis die Nutzung von Apps und Webseiten protokollieren, die die Nutzer verwenden. Die Daten werden in anonymisierter Form zurück an Google gesendet. Der Zweck ist dabei noch nicht ganz klar, neben der höheren Relevanz von Werbung sind auch die Verbesserung der Google-Dienste oder eine Verbesserung des Google-Suchalgorithmus, sozusagen als eine Art Feldstudie, denkbar. Auch über die Art der Kompensation ist bislang nichts bekannt.

Tatsächlich existiert mit dem Screenwise Panel bereits ein Vorgängerprogramm bei Google, für das aber auf einen geschlossenen Nutzerkreis zurückgegriffen wird. Die Mobile Meter-App soll die von Panel-Mitgliedern erlangten Daten für mobile Geräte verfeinern. Mobile Meter wird laut eines Statements von Google zwar frei über den Play Store beziehungsweise den Apple App Store zum Download zur Verfügung stehen, aber in der nächsten Zeit weiterhin nur von einem begrenzten Nutzerkreis genutzt werden können; dieser werde jedoch stetig erweitert.

Angenommen, Google würde Mobile Meter der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen – würdet ihr an dem Programm teilnehmen? Welche Daten dürfte Google erheben und wie müsste die Kompensation aussehen? Eure Meinungen in die Kommentare.

Quelle: engadget [via Android Police]

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