Just Mobile AluPen: Ein Stift, sie alle zu bedienen ...

Amir Tamannai 1

Zur Bedienung von Touchscreens ohne den nackten Finger gibt es diverse Alternativen: Würstchen, Winterfinger-Handschuhe, Styli – oder auch den AluPen von Just Mobile: Der ist zwar genau genommen auch ein Stylus, kommt aber eher grobschlächtig denn grazil daher, sieht dabei dennoch reddot-mäßig gut aus. Wir haben den „Buntstift“ für den Touchscreen mal ausprobiert.

Normalerweise sind Styli ja eher filigrane Gebilde: Ich habe seinerzeit auf meinem Samsung I900 Omnia (ja, mit WM 6.5) bei Benutzung und Transport zwei Exemplare kaputtgemacht – einfach weil die so fragil waren. Kaputt machen kann man den AluPen des Berliner Zubehör-Spezialisten Just Mobile nicht so ohne weiteres, denn der erinnert eher an einen Kinder-Buntstift oder einen dieser gigantischen Souvenir-Bleistifte, aber in hübsch. Denn der AluPen war in diesem Jahr für den renommierten reddot-Designpreis nominiert und hat einen product design award abgeräumt – gestalterisch haben wir es also mit einem Oberklasse-Stylus zu tun.

Über Geschmack kann man sich zwar streiten und manch einem wird der AluPen dann vielleicht doch zu „massig“ erscheinen – die Funktionalität steht aber außer Frage: Mit der runden, luftgefüllten Gummispitze lassen sich Smartphones aller coleur, Tablets und sonstige Touchscreen wie mit dem blanken Finger bedienen. Das funktioniert ausgesprochen gut, eben wie mit dem blanken Finger. Ob Wischen, Tippen oder Ziehen, alles was ihr sonst händisch erledigt, könnt ihr auch mit dem AluPen machen – außer Multitouch-Operationen natürlich (obwohl, wenn man sich mehrere Stifte kauft …).

Ebenfalls wie mit dem blanken Finger ist die Eingabe ob der rundlichen Gummikuppe des Stiftes aber relativ ungenau – es reicht zwar, um sein Gerät einigermaßen präzise zu bedienen und auch wirklich gut auf dem virtuellen Keyboard tippen zu können; wer nun aber hofft, in Apps wie zum Beispiel SketchBook feinste Zeichnungen anfertigen zu können, wird enttäuscht werden: Wie in unserem letzten Podcast gezeigt, lassen sich mit dem AluPen keine Millimeter-genauen Striche ziehen, dazu ist die Spitze einfach zu dick. Aber wie gesagt, der AluPen ist aus meiner Sicht eben auch kein Stylus im klassischen Sinne, sondern eher ein effektiver Handwerker für’s Grobe.

Grob auch in dem Sinne, dass man sich wie eingangs erwähnt keine Sorgen darüber machen muss, den Stift versehentlich zu zerbrechen: Der ist dick und dank seiner namensgebenden Bauart aus Alu stabil genug, um ihn zwischen der Benutzung bedenkenlos in die volle Hemd-, Hosen- oder Umhängetasche werfen zu können. Im Lieferumfang des AluPen befindet sich außerdem noch eine kleine Lederhülle, in die man den Stift etwas fummelig einschieben kann, wenn man es gerne ordentlich hat.

 
 

Der Just Mobile AluPen kostet aktuell bei – je nach Farbvariante. Unser Testgerät kam in nüchternem silber, es gibt aber auch noch gold, rot, grün, blau und schwarz. Und lasst euch nicht von dem Zusatz „für Apple iPad/iPhone/iPod“ im Produktnamen irritieren – der AluPen funktioniert wie gesagt mit allen kapazitiven Touchscreens.

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