EFF: iMessage und FaceTime sicherer als andere Massenmarkt-Optionen

Florian Matthey 2

iMessage und FaceTime sind vergleichsweise sicher - so das Fazit der Electronic Frontier Foundation, die verschiedene Messaging-Dienste miteinander verglichen hat. Noch mehr Sicherheit gibt es jedoch mit Diensten kleinerer Anbieter.

Die Electronic Frontier Foundation hat iMessage und FaceTime in erster Linie mit anderen „Massenmarkt-Anbietern“ für Messaging und Video-Chats verglichen. Der Bericht zeigt, dass die Apple-Dienste deutlich sicherer sind als diejenigen anderer Anbieter; beispielsweise ist es auch Apple selbst nicht möglich, die verschlüsselten Inhalte mitzulesen.

Auch sind bei Apple frühere Kommunikationsdaten sicher, wenn Unbefugte Zugriff zu aktuellen Verschlüsselungs-Keys erhalten, da Apple für jede Verbindung immer wieder neue Keys verwendet. Wenn also jemand iMessage- oder FaceTime-Daten abfängt und abspeichert und irgendwann Zugriff zu einem Schlüssel bekommt, dann lässt sich nur ein kleiner Teil der Daten entschlüsseln.

In zwei Punkten bleiben die Apple-Dienste jedoch hinter den Idealanforderungen der EFF zurück: Einerseits lässt sich die Identität des Gegenübers nicht durch den Benutzer überprüfen. Außerdem erlaubt Apple keine Überprüfung des eigenen Codes durch unabhängige Quellen. Wer auch auf diese Punkte wert legt, muss weniger bekannte Dienste wie ChatSecure/Orbot, CryptoCat, Signal/RedPhone, Silent Phone, Silent Text oder TextSecure verwenden.

Bemerkenswert ist, wie schlecht einige andere bekannte Messaging-Dienste abschneiden: Der Facebook-Chat und Google Hangout werden nur zweien von sieben Kategorien gerecht, AOLs Instant Messenger sogar nur einer. Selbst geschützte BlackBerry-Messenger-Verbindungen erreichen nur drei von sieben „Punkten“.

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