iMessage für Android: App erlaubt Nutzung außerhalb der Apple-Welt (Vorsicht geboten)

Sven Kaulfuss

iMessage – der Kurznachrichten-Dienst von Apple für iPhone, iPad und Mac – erfreut sich großer Beliebtheit. Nachteil: Nutzen lässt sich die Alternative zu WhatsApp nur innerhalb des Apple-Universums. Eine App öffnet den Dienst nun auch für Android-Anwender.

Zu haben ist die App „iMessage Chat“ kostenlos im offiziellen Play-Store von Google. Verantwortlich zeichnet hierfür aber nicht Apple, sondern ein Entwickler namens Daniel Zweigart. Das Positive vorab: Die App funktioniert. Nutzer können demnach Nachrichten zwischen iOS, (Mac) OS X und Android austauschen – Schranken der Systeme werden beseitigt.

Allerdings ist Vorsicht angebracht, denn zur Nutzung muss man dem Wesen von iMessage nach die eigene Apple ID und sein Passwort eingeben. Diese Daten werden dann aber vom Entwickler gesammelt, die weitere Nutzung der sensiblen Informationen verbleibt dabei im Dunkeln.

iMessage für Android funkt nach China: Vorsicht!

Die Entwicklergemeinde, bestehend aus Adam Bell, Jay Freeman (Mr. Cydia) und Steven Troughton-Smith, haben sich „iMessage Chat“ näher angeschaut. Die Ergebnisse sind informativ und leicht beunruhigend zugleich:

  • Die App gibt sich als Mac mini aus.
  • Sämtliche Nachrichten, die Nutzer über die App versenden, werden an einen Server in China weitergeleitet. Aller Voraussicht nach dort gleichfalls gespeichert.
  • Die App ist in der Lage, Software unbemerkt im Hintergrund herunterzuladen und zu installieren. Ergo: Ein offenes Tor für Malware.

Unterm Strich: Mit ruhigem Gewissen können wir die Nutzung von „iMessage Chat“ nicht empfehlen. Wer dennoch seine Neugier befriedigen möchte, sollte nur eine „Wegwerf-Apple-ID“ hierfür nutzen. Meint, eine Apple ID, bei der keine persönlichen Informationen und Zahlungsinformationen (Kreditkartendaten) hinterlegt sind.

Update vom 25.09.2013: Mittlerweile hat Google reagiert, „iMessage Chat“ wurde aus dem Play Store entfernt und kann nicht mehr heruntergeladen werden. Dank an Leser „Toralf“ für den Hinweis.

Via 9to5Mac.

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