iMessage: Klage wegen Problemen beim Wechsel zu anderen Plattformen

Florian Matthey 4

Über eine Apple-Website können sich Ex-iPhone-Benutzer auch nach dem Wechsel zu einer anderen Plattform von iMessage abmelden. Möglicherweise kommt diese Option aber zu spät: In den USA ist eine Klage gegen Apple anhängig.

iMessage: Klage wegen Problemen beim Wechsel zu anderen Plattformen

Ein ehemaliger Apple-Kunde hat Apple wegen der Funktionsweise von iMessage vor einem amerikanischen Bundesgericht verklagt - und möchte die Klage auf eine Sammelklage ausweiten.

Sein Problem ist folgendes: Wenn iPhone-Benutzer auf eine andere Plattform wechseln und vorher bei iMessage angemeldet waren, kann es passieren, dass sie von anderen Apple-Kunden keine SMS mehr erhalten können. Das Apple-Gerät erkenne, dass eine Handynummer bei iMessage angemeldet ist, und versuche, eine iMessage statt einer SMS zu schicken. So könne es passieren, dass weder der Absender noch der Empfänger erkennen, dass SMS nicht ankommen.

Das Ganze lässt sich zwar verhindern, indem sich ein iPhone-Benutzer vor dem Wechsel auf eine andere Plattform bei iMessage abmeldet. Allerdings, so der Kläger, hätte Apple eben darauf hinweisen müssen. Das Problem war besonders ärgerlich, weil eine Abmeldung von iMessage nach dem Wechsel auf die andere Plattform ohne Zugriff auf ein iPhone kaum möglich war; Apple hat hierfür am Wochenende jedoch ein Tool ins Netz gestellt - möglicherweise als Reaktion auf die Klage.

Apple hat sich auch bereits vor Gericht zu der Klage geäußert: Das Unternehmen habe nie behauptet, dass iMessage und die Kurznachrichten-App des iOS erkennen könnten, wenn ein Benutzer von einem iPhone zu einer anderen Plattform wechsle. Das Gesetz sehe keinen Schadensersatz für Fälle vor, in denen ein System nicht so funktioniert, wie sich ein einzelner Benutzer subjektiv vorstellt, dass es funktionieren sollte.

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