WhatsApp, Threema, iMessage & Co: Cameron will verschlüsselte Kommunikation verbieten

Florian Matthey 63

Die Kommunikation mit verschlüsselten Diensten wie iMessage ist vergleichsweise sicher. Für den Geschmack des britischen Premiers David Cameron zu sicher - sollte er wiedergewählt werden, möchte er diese Art der Verschlüsselung verbieten.

WhatsApp, Threema, iMessage & Co: Cameron will verschlüsselte Kommunikation verbieten

iMessage ist - ebenso wie FaceTime - eine sehr sichere Art der Kommunikation; auch Apple selbst kann hier nicht mitlesen oder -hören. Dementsprechend ist es auch Regierungen nicht möglich, diese Kommunikation zu überwachen.

Angesichts der Terroranschläge von Paris möchte der britische Premier David Cameron dies nicht hinnehmen: Wenn es Regierungen nicht möglich sei, bei dieser Art der Kommunikation mitzulesen, dann dürfe diese auch nicht erlaubt sein. „Möchten wir in unserem Land eine Art der Kommunikation zwischen Menschen erlauben, die wir auch in Extremfällen, mit der persönlich unterschriebenen Ermächtigung durch den Innenminister, nicht mitlesen können?“, so Cameron. „Meine Antwort auf diese Frage ist: Nein, das dürfen wir nicht.“

Aufgrund dessen mache er es zum Teil seines Wahlprogramms für die diesjährige Parlamentswahl, eine solche Art der Kommunikation, die Regierungen ausschließe, zu verbieten. Am wichtigsten sei es, das Land und die Bevölkerung zu schützen. Cameron verweist darauf, dass es in Extremfällen der Regierung - mit Ermächtigung durch den Innenminister - möglich sei, Briefe und Telefongespräche mitzulesen und mitzuhören. Diese Möglichkeit müsse auch für moderne Kommunikationswege weiter bestehen.

Außer iMessage bieten unter anderem der Messenger Threema sowie (eingeschränkt) Telegram verschlüsselte Kommunikation. WhatsApp für iPhone ist (noch) nicht gesichert, in der Android-Version dagegen seit November eine Verschlüsselung integriert.

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