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Wie der Römer Apicius schon lange vor Instagram und Smartphones wusste: Wir essen zuerst mit den Augen, heute noch bekannt als „das Auge isst mit“. Das ist sicher ein Faktor des großen Hypes um die Essensfotografie, der Stars und den Mainstream erfasst hat. Allerdings raten uns Forscher, die Leidenschaft für Food Porn nicht zu übertreiben und möglichst viele der appetitlichen Bilder zu meiden.

Was ist Food Porn?

Es klingt nach etwas Schmutzigem, aber es hat gar nicht viel mit Pornos zu tun. Vielmehr zielt der Begriff Porn auf die öffentliche Zurschaustellung ab und den Effekt der Spannerei. Es geht auch um Lust, allerdings nicht beim Sex, sondern beim Essen. Der alte Spruch, dass Essen die Erotik des Alters sei, hat also ausgedient, denn auch junge Leute sind von der Essensfotografie begeistert. Natürlich werdet ihr viele Wortspiele aus dem Bereich des Pornos auch bei den Foodporn-Postings finden – Kategorien wie Hardcore-Kochen oder Gerichte wie scharfe Eier regen dann zum Schmunzeln an.

Außerdem klingt natürlich der Name eines Blogs, das sich mit Essen beschäftigt, wesentlich besser, wenn Porn im Namen vorkommt – sowas wird auch einfach mit größerer Begeisterung geklickt

Der visuelle Hunger wird uns alle dick machen – Foodporn führt zu Gehirnreaktionen

Unser Gehirn wird arg stimuliert, wenn wir den Foodporn-Instagram-Feeds folgen. Das heißt wir bekommen Hunger auf das, was wir da sehen. Das liegt an unserem Blut, das bei Besichtigung solch ansprechender Nahrungsmittel-Abbildungen unverzüglich in die Gehirnregionen strömt, die für Hunger verantwortlich sind. Das kann dann tatsächlich dazu führen, dass ihr den Lieferservice anruft oder den Kühlschrank plündert, obwohl ihr eigentlich keinen Hunger hattet.

Zusätzlich konnte festgestellt werden, dass das Äußere der Person, die den Foodporn postet, Einfluss darauf nimmt, für wie gesund wir das dargestellte Essen halten. Somit wirkt auf uns ein Burger mit Fritten, den Cara Delevigne isst, gesund. Gerade dieses Model postet gerne mal fettiges Essen und propagiert ihre Leidenschaft für Pizza und Co.

Im Hinblick auf diese wissenschaftlichen Erkenntnisse, was Foodporn bei uns anrichten kann, sind solche Bilder, wie sie ebenfalls auf Cara Delevignes Instagram-Profil zu finden sind, natürlich sehr zu begrüßen.

Bild via Instagram; Artikelbild via Shutterstock.com