Intel Remote Keyboard: Fernbedienungs-App à la Unified Remote ausprobiert

Rafael Thiel

Den eigenen Computer per Smartphone steuern ist schon länger möglich. Vor wenigen Tagen hat jetzt auch Intel ein solches Fernbedienungstool vorgestellt. Das Intel Remote Keyboard gibt es indes vollends kosten- und beinahe latenzfrei. Bislang wird lediglich Android in Zusammenarbeit mit Windows 7 oder höher unterstützt, eine iOS-App soll jedoch bald folgen.

Das Intel Remote Keyboard wurde eigentlich für den unternehmenseigenen Compute Stick sowie NUC entwickelt. Allerdings funktioniert das Tool auch auf anderen Geräten mit Intel-Prozessor und Windows 7 oder höher. Und: Im Gegensatz zu den meisten Alternativen, ist die Software von Intel komplett kostenlos und frei von Werbung.

Die Kommunikation zwischen mobilem Endgerät und Windows-Computer findet vollständig über das lokale WLAN statt. Dazu vergibt der Benutzer einen Servernamen, der in der Android-App angezeigt wird. Zur erstmaligen Verifizierung muss nur der auf dem Desktop aufpoppende QR-Code mit der Kamera des Smartphones beziehungsweise Tablets eingescannt werden.

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Daraufhin verschwindet das Tool unter Windows dezent in den Hintergrund und die mobile Anwendung empfängt den Benutzer mit einer Tastatur samt Touchpad-Fläche. Zu Beginn werden noch gewisse Instruktionen eingeblendet. So ist etwa Pinch-To-Zoom oder Scrollen mit zwei Fingern auf dem Touchscreen möglich. Im Querformat verschwindet das Keyboard bei Nutzung des Trackpads in den Hintergrund.

Mit spektakulären Features kann das Intel Remote Keyboard wahrlich nicht glänzen; dafür funktioniert das, was geboten wird, sehr zuverlässig. Die Bedienung läuft flüssig und beinahe latenzfrei – lediglich die Maussensibilität ist standardmäßig eine Nuance zu hoch. In der Tastatur sind zudem nützliche Bedienelemente wie „ESC“ oder „CTRL“ (auf deutschen Tastaturen: „STRG“) enthalten. Allerdings hat das zur Folge, dass Intel auf eine simulierte Tastatur setzt und somit bequemes Tippen mit SwiftKey, Swype und Co. sowie die Spracheingabe wegfallen. Um kurz etwas ins Google Suchfeld einzugeben, reicht die Lösung von Intel allemal aus, bei längeren Texten sollte indes doch wieder zur physischen Tastatur gegriffen werden.

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Auf den ersten Blick hinterlässt das Intel Remote Keyboard einen souveränen Eindruck und gibt sich kaum eine Blöße. Wird die Android-App für einen kurzen Moment verlassen beziehungsweise der Bildschirm ausgeschaltet, muss beim nächsten Aufruf kurz wieder eine Verbindung gesucht werden. Das Ganze dauert jedoch nur wenige Sekunden und ist verschmerzbar. Beim ersten Test machte nach dem Verbindungsaufbau die reguläre Tastatur Probleme; der Fehler trat allerdings kein weiteres Mal auf.

Im Play Store ist das Intel Remote Keyboard kostenlos zu haben. Die dazugehörige Windows-Software kann auf der Webseite von Intel heruntergeladen werden. Eine iOS-App soll angeblich schon bald folgen.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

via PC World

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