Apple entfernt FlexBright: Apps zur Änderung der Farbtemperatur sind nicht erlaubt

Holger Eilhard 2

Vor einigen Tagen berichteten wir, dass Apple eine iOS-App in den Store gelassen hatte, die – ähnlich wie Night Shift oder f.lux – die Farbtemperatur des Displays ändern kann. Diese App ist mittlerweile wieder entfernt worden.

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Es dauerte nicht lange, bis Apple FlexBright wieder aus dem eigenen Store entfernt hatte. Wie bei früheren Fällen war bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im App Store fraglich, wie lange es dauert bis Apple die App wieder entfernt.

In der Vergangenheit hatte Apple bereits die von OS X bekannte App f.lux aus dem Store verbannt. Die Vorstellung von iOS 9.3 inklusive des Night Shift genannten Features, welches dieselben Ziele verfolgt, machte ein dauerhaftes Bestehen im App Store umso unwahrscheinlicher.

Der Entwickler von FlexBright, Sam Al-Jamal, hat nun gegenüber MacRumors die offiziellen Gründe für das Entfernen aus dem App Store genannt.

Bevor Apple die App in den App Store gelassen hatte, wurde sie zuvor mehrmals von Apple abgelehnt. Apple gab ihm nun zwei technische Gründe, warum die App mittlerweile wieder entfernt wurde.

So nutzte FlexBright zwar keine privaten APIs, der Entwickler hatte aber drei Klassen nachgebaut, die genauso agieren, wie die entsprechenden privaten APIs.

Als zweiten Grund wird die Wiedergabe eines stummen Audio-Signals genannt, das Al-Jamal nutzt, um die App dauerhaft im Hintergrund aktiv zu halten. Dies kann unter anderem zu einem gesteigerten Energieverbrauch führen. Ein ähnliches „Feature“ wurde vor einigen Monaten in der offiziellen Facebook-App entdeckt.

Um die Funktion zu legitimieren und durch den Review-Prozess zu kommen, ging der Entwickler einen Schritt weiter, und nannte den Musik-Player als Feature der App mit den folgenden Worten: „Schließe deine Augen für ein paar Minuten und genieße die Musik“. Das Feature funktionierte nicht, woran sich Apples Review-Team aber offensichtlich nicht störte.

Apple bot dem Entwickler an, dass er den Farbfilter aus der App entfernen könne, um die Anwendung erneut im App Store anbieten zu können; er lehnte jedoch ab.

Al-Jamal sieht als Fazit, dass Apple schlichtweg keine Apps im App Store sehen will, welche die Farben des Displays ändern.

Die vom Entwickler verwendeten Taktiken sind durchaus fragwürdig, zeigen aber gleichzeitig, dass Apps mit ungewünschten oder fehlerhaften Funktionen trotz Apples Review-Prozess in den App Store gelangen können.

Zum Thema App Store, der Frustration diverser Entwickler und der (fehlenden) Qualität vieler Apps hatte MacStories vor einigen Tagen einen ausführlichen Artikel veröffentlicht.

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