Apple Minivans: Datensammlung für neue Karten-App inklusive 3D-Street-View

Holger Eilhard

Seit einigen Monaten ranken sich Gerüchte um die von Apple angeheuerten Minivans, die sich unter anderem ihren Weg durch diversen US-Staaten bahnen. Bei den Autos soll es sich um Datensammler für die hauseigene Kartenlösung handeln.

Apple Minivans: Datensammlung für neue Karten-App inklusive 3D-Street-View

Laut 9to5Mac sind die Minivans nicht etwa die Grundlage für ein selbstfahrendes Auto. Die Aufgabe sei vielmehr das Erfassen von Daten für einen eigenen Kartenbestand, um von den aktuellen Partnern – wie zum Beispiel TomTom – unabhängiger zu werden, zukünftige Änderungen schneller durchführen zu können und einen insgesamt besseren Dienst anbieten zu können.

Die Autos nehmen bei ihren Fahrten aber nicht nur die Straßeninformationen für eine Basis-Karte auf, sondern erlauben mit Hilfe der Kameras eine 3D-Ansicht der Geschäfte und Straßen. Die auf Straßenebene erfassten Daten sollen in Zukunft mit den bereits bekannten Bildern aus der Vogelperspektive kombiniert werden. Apples Codename hierfür lautet „Project Gardar„.

Die Fotos der Fassaden und Geschäfte an beliebten Orten könnten bereits Bestandteil von iOS 9 sein, welches im Herbst erscheinen soll. Diese Bilder sollen auch der Unabhängigkeit von Yelp zugute kommen, in dem man die dort aktuell dargestellten Bilder durch die hauseigenen Fotos ersetzt. Apple will diese in mehreren Schritten und nicht auf einen Schlag ersetzen.

Den von Google angebotenen Street-View-Dienst sieht Apple nicht als intuitiv an und will daher ein eigenes Angebot etablieren. Die von den Minivans aufgezeichneten Fotos bieten dafür eine sehr gute Grundlage.

Der Umstieg auf das eigene Kartenmaterial sei derzeit für das Jahr 2017 geplant. Laut 9to5Macs Quellen soll Apple aber nicht vollständig im Zeitplan sein, so dass eine Vorstellung im Jahr 2018 möglich ist.

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