Ist der „Night Shift“-Modus im iOS nicht so gut wie das Konkurrenzprodukt f.lux? Apples Software-Chef hat Craig Federighi einem Kunden erklärt, dass Apple bewusst nicht ganz so viele Blautöne aus dem Display-Licht herausfiltert.

 

iOS 9

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Wie iFun berichtet, hatte ein iOS-Benutzer aus Deutschland die Ehre, auf eine E-Mail an Apple eine Antwort von Craig Federighi höchstpersönlich zu bekommen. Der Benutzer hatte gefragt, warum Apple nicht noch mehr Blautöne aus dem Display-Licht herausfiltert, obwohl dies doch eigentlich möglich sei.

„Night Shift“ soll den Schlaf von Benutzern verbessern, indem es ihre Augen nicht auch nachts mit vielen Blautönen im Licht belastet. Blautöne im Licht kommen in der Natur meist nur bei Tageslicht vor, so dass nachts bei entsprechender Beleuchtung die „innere Uhr“ von Menschen durcheinander kommen kann. Der Filter-Effekt, den f.lux verwendet, kann – je nach Einstellung – deutlich weiter gehen, als dies bei Night Shift der Fall ist. f.lux ist allerdings fürs iOS nur als Jailbreak-App erhältlich, so dass es für viele Benutzer keine wirkliche Alternative zu Night Shift darstellt.

Federighi erklärt in seiner Antwort, dass LC-Displays bei einem zu starken Filtereffekt zu einer unerwünschten Nebenwirkung kommt: Displays zeigten rote Farben etwas länger an als andere, so dass ein starker „Rotstich“, wie er für die Filterfunktion notwendig ist, zu einem „Ghosting-Effekt“ führt: Dass also vor allem auch auf weißen Flächen noch rote „Partikel“ vom vorherigen Bild zu sehen sind. Dies fällt beispielsweise dann auf, wenn der Benutzer durch Websites scrollt.

Apple habe sich dafür entschieden, Night Shift nur so stark einzustellen, dass dieser Ghosting-Effekt eben nicht auftritt. Tatsächlich ist ein solcher bei f.lux in stärkerer Einstellung auch zu beobachten.

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Florian Matthey
Florian Matthey, GIGA-Experte.

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