iOS: Vorinstallierte Apps lassen sich vielleicht bald verbergen

Thomas Konrad 1

Vorinstallierte iOS-Apps — darunter Tipps, die Watch-App, Sprachmemos und mehr — lassen sich künftig vielleicht löschen. Entsprechende Code-Hinweise hat man nun im App Store entdeckt.

iOS: Vorinstallierte Apps lassen sich vielleicht bald verbergen

Seit Kurzem listet Apple Applikationen im App Store intern mit zwei neuen Kategorien: isFirstParty (deutsch etwa: ist eine App des Plattformherstellers) und isFirstPartyHideableApp  (ist eine App des Plattformherstellers, die man verstecken kann).

Zu jeder Kategorie — Es handelt sich um so genannte Keys in der Auszeichnungssprache JSON — gehört ein Wahrheitswert: wahr oder falsch. Applikationen von Drittherstellern haben erwartungsgemäß für beide Kategorien den Wert „falsch“ (engl. false). Apple-Apps, die sich verbergen lassen, hätten zweimal „wahr“ (true).

Nutzer könnten Apps löschen und erneut laden

Denkbar ist, dass Anwender einen Teil der mitgelieferten Applikationen verstecken oder sogar löschen können — vielleicht schon in iOS 10. Viele Nutzer beklagen seit Langem, dass sie Apps wie Tipps, Watch oder Aktivität auf dem Telefon behalten müssen, auch wenn sie die Dienste nicht nutzen.

Dass Apple die Anpassungen im System des App Stores vornimmt, könnte ein Zeichen dafür sein, dass die bislang vorinstallierten Apps künftig im App Store zu finden sind. Anwender könnten Tipps, Freunde und Co. also erneut herunterladen, nachdem sie die Apps gelöscht haben.

Für den Hersteller hätte das noch einen Vorteil, meint 9to5Mac: Der könnte Updates veröffentlichen, die nicht an eine große neue Systemversion gebunden sind. Dass Apple sich von den alljährlichen großen Neuveröffentlichungen verabschiedet, halten Insider seit längerer Zeit für möglich.

Man sollte sich aber nicht zu früh freuen: Denkbar ist, dass Apple die neuen Kategorien vorerst nur für interne Zwecke verwendet. Über Neuerungen in iOS 10 dürfte der Hersteller zum ersten Mal im Juni — auf der Entwicklerkonferenz WWDC — informieren.

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