Li-Fi: Apple arbeitet an optischer Datenübertragung via „Light Fidelity”

Holger Eilhard 10

Seit iOS 9.1 soll Apple in den Tiefen seines mobilen Betriebssystems bereits Hinweise auf eine optische Datenübertragung via Li-Fi („Light Fidelity“) versteckt haben.

Li-Fi: Apple arbeitet an optischer Datenübertragung via „Light Fidelity”

Li-Fi erlaubt eine äußerst schnelle Datenübertragung im Spektrum des sichtbaren Lichts, Infrarot oder Ultraviolett. Wie Apple Insider berichtet, wurden die Hinweise im Quellcode seit iOS 9.1 auf Twitter veröffentlicht:

Die Technologie arbeitet ähnlich wie die altbekannte Datenübertragung via Infrarot, ist jedoch deutlich schneller. In einigen Tests wurden Übertragungsraten von 224 Gigabit/s erreicht. Der englisch-sprachige Wikipedia-Artikel zu Li-Fi bietet einen tiefen Einblick in die Technologie.

Wie die klassische Infrarot-Übertragung hat Li-Fi aber auch die Limitierung, dass Sender und Empfänger sich – im Gegensatz zu Wi-Fi etwa – direkt sehen können müssen. Dies bietet aber gleichzeitig auch neue Einsatzmöglichkeiten, wie etwa an Orten wo Funkwellen nicht genutzt werden können, zum Beispiel in Flugzeugen, Raffinerien oder Krankenhäusern.

Gleichzeitig können jegliche, bereits heute existierende LEDs, zum Beispiel Straßenlampen, die Beleuchtung im Flugzeug, eine Lampe im Wohnzimmer oder aber auch der Blitz im iPhone, in Zukunft zur Übertragung von Daten genutzt werden. Li-Fi schaltet das Licht einer LED dabei so schnell ein und aus, dass es vom menschlichen Auge nicht erkannt werden kann; der Mensch sieht nur das Licht einer normalen Glühbirne.

Der Name Li-Fi wurde vom deutschen Forscher Harald Haas, der an der University of Edinburgh arbeitet, geprägt. Haas hat bereits einen TED-Talk zu dem Thema gehalten und darin unter anderem die Technologie anhand eines Videos demonstriert:

Li-Fi befindet sich aktuell noch in der experimentellen Phase. Einige Firmen haben aber bereits damit begonnen, sich mit kommerziellen Produkten zu beschäftigen; dazu gehört etwa Velmenni aus Indien.

Apple arbeitet neben der Software-Lösung angeblich auch an der Hardware-Seite. Das Unternehmen aus Cupertino hat bereits in 2013 ein Patent beantragt, in dem die Nutzung der Technologie beschrieben wird.

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