So machst du dein iPhone FBI-sicher

Sebastian Trepesch 8

Wie sicher sind die Daten auf dem iPhone? So sicher, dass nicht einmal das FBI herankommt, und bei Apple ein Hintertürchen in iOS angefordert hat. Allerdings: Der iPhone-Besitzer muss entsprechende Funktionen nutzen.

So machst du dein iPhone FBI-sicher

iOS verschlüsselt die Daten – und das macht selbst Geheimdiensten wie dem FBI das Leben schwer. Schon 2014 beschwerte sich FBI-Leiter James Comey über die Sicherheitsfeatures des iPhone-Betriebssystems. Es ermögliche den Nutzern, Gesetze zu überschreiten: „Es wird der Tag kommen, an dem sehr viele Menschenleben auf dem Spiel stehen werden und wir diese mit einer richterlichen Anordnung und Zugriff auf die Smartphones der Kriminellen retten können“, mahnte Comey. Im letzten Jahr hat ein US-Staatsanwalt nachgelegt.

Vergeblich.

Apple blieb hart – den Schutz der persönlichen Daten hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben.

Heute wurde das Thema wieder aktuell: Ein US-Gericht forderte von Apple Unterstützung für das FBI an, die Daten eines iPhone 5c auszulesen. In einem offenen Brief lehnte Tim Cook wieder einmal ab, die Sicherheit der Kunden gehe vor.

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iPhone-Apps vom Mac aus installieren und verwalten, so gehts.

Daran scheitert das FBI, das macht das iPhone sicher

Was macht iOS so sicher? Apple verwendet auf dem iPhone eine Hardware-Verschlüsselung, sofern ein Sperrcode eingestellt ist. Der ist nicht zwingend notwendig, doch iOS fragt bei der Einrichtung mittlerweile recht hartnäckig danach. Von dem Code hängt das meiste ab, was das FBI gerne entfernt haben möchte. Denn: Ist der Sperrcode erst einmal überwunden, liegt der Weg zu den Daten frei.

Damit die PIN nicht so einfach geknackt werden kann, hat Apple die 4-stellige Zahl auf eine 6-stellige erweitert. Optional kann aber noch die kürzere Version gewählt werden. Ebenso ist eine freie Kombination mit Buchstaben wählbar, der alphanumerische Code.

Vom Nutzer gar nicht abzuschalten: Wurde der Code ein paar Mal falsch eingegeben, wird das iPhone automatisch für eine Minute deaktiviert. Ist die nächste Eingabe wieder nicht korrekt, wird das Intervall immer mehr verlängert.

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Dem FBI ist dies ein Dorn im Auge. Denn alle möglichen PIN-Kombinationen durchprobieren, bis die richtige gefunden ist (die sogenannte Brute-Force-Methode), dauert dadurch eine Ewigkeit.

Ganz unmöglich wird dieser Hack-Versuch, wenn der Nutzer eine besondere Einstellung in iOS unter Touch ID & Code vorgenommen hat: Daten löschen nach 10 fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen. Im Zweifelsfall setzt sich das iPhone also selbst zurück. Alle Code-Zahlen durchzuprobieren wird somit zur Unmöglichkeit.

Fazit: Verwendest du einen ordentlichen Sperrcode und aktivierst die Option, nach 10 fehlerhaften Anmeldeversuchen das Gerät automatisch zu löschen, hat selbst ein Geheimdienst wenig Chancen, das iPhone zu knacken. Natürlich kann die Internetkommunikation aber weiterhin abgefangen werden…

iPhone Passcode-Sperre.

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