Falls ihr es noch nicht getan habt, aktualisiert dringend eure iOS-Geräte auf die Version iOS 9.3.5. Geht dazu auf Einstellungen > Allgemein > Softwareaktualisierung. Andernfalls droht eine akute Bedrohung durch eine brandgefährliche neue Malware.

 

iOS

Facts 

Auch wenn es noch so klein erscheint, ist das Update notwendig, um eure Geräte vor dem Datendiebstahl durch die geradezu unsichtbar arbeitende Malware zu beschützen. Diese installiert und deinstalliert sich automatisch auf den befallenen Geräten, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Der New York Times und Motherboard zufolge erhielt der Menschenrechtsaktivist Ahmed Mansoor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine E-Mail, die angeblich einen Link zu Informationen über Foltermethoden von Gefangenen in den Emiraten enthielt.

Tatsächlich handelte es sich dabei um eine recht authentisch wirkende Phishing-Mail: Mit einem Klick darauf wäre er auf eine Webseite weitergeleitet worden, die automatisch Malware auf seinem iPhone installiert hätte. Den Hackern wäre dadurch die Möglichkeit gegeben worden, sämtliche privaten Daten von seinem iPhone abzugreifen und ihn jederzeit zu orten, wie die Sicherheitsexperten von Citizen Lab auf Anfrage von Mansoor hin feststellten.

Malware erlaubt Diebstahl sämtlicher Daten

Sobald der Link geöffnet wird, erhält die Spyware Zugriff auf alle gängigen Dienste, eingeschlossen: Nachrichten, Anrufe, e-Mails, Logins sowie allseits beliebte Apps wie Gmail, Facebook, Skype, WhatsApp, Viber, FaceTime, Kalender, Line und viele andere. Kurz nach Entdeckung der Malware ließ Apple jedoch nicht lang auf sich warten und veröffentlichte als Reaktion darauf iOS 9.3.5 am letzten Donnerstag.

Allein der Gedanke, dass Hacker sämtliche Daten ohne Probleme stehlen könnten, sollte jeden davon überzeugen schnellstmöglich ein Update durchzuführen.

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Keine Plattform ist wirklich sicher

Auch wenn die Malware (genannt „Pegasus“) hauptsächlich dazu benutzt wird Aktivisten und Journalisten aus Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mexiko, Kenia, Mosambik, Jemen und der Türkei zu überwachen, kann sie theoretisch jedes iOS-Gerät treffen. Vor allem zeigt der Skandal aber, dass iOS zwar statistisch deutlich sicherer als zum Beispiel Android, aber in der Praxis keineswegs immun vor Malware-Angriffen ist.

In Zeiten, in denen wir unsere Smartphones mehr und mehr mit persönlichen Daten füttern, ist der einzige Weg (möglichst) sicher zu bleiben, immer die neuste Version des Betriebssystems zu installieren.

Quelle: Mashable, Bildquellen: CC BY-SA Eduardo Woo (iPhone 6),  CC0 1.0 Sebastian Dooris (Skull)

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