Zu große iPhone-Apps: Aktueller Bericht dokumentiert rasantes Wachstum

Holger Eilhard 2

Viele Jahre lang wurde Apple aufgrund der Basis-iPhones mit nur 16 GB kritisiert. Grund für den explosionsartig wachsenden Speicherbedarf sind aber nicht nur die immer besser werdenden Kameras mit mehr Megapixeln, welche Videos in 4K aufzeichnen oder Live-Fotos knipsen und damit immer mehr Platz benötigen – auch die Größe der Apps legt enorm zu.

Zu große iPhone-Apps: Aktueller Bericht dokumentiert rasantes Wachstum

Ein aktueller Bericht von Sensor Tower beschreibt das Wachstum vieler iPhone-Apps in den vergangenen Jahren. So wuchs der notwendige Speicher, um die Top-10-Apps in den USA seit Mai 2013 von 164 MB auf mittlerweile stolze 1,8 GB. Ein Wachstum von mehr als 1.000 Prozent.

In diesem Zeitraum ist auch Apple aktiv eingeschritten und hat etwa Anfang 2015 die maximale App-Größe von 2 auf 4 GB erweitert. Hinzu kam die Entspannung, die Apple mit dem Wegfall des Basis-iPhones mit nur 16 GB Speicher lieferte.

Dies ebnete den Weg für immer größer werdende Apps. Facebook etwa ist mittlerweile stolze 388 MB groß, im Mai 2013 waren es noch 32 MB. Wer heute Snapchat im App Store lädt muss mehr als 200 MB übertragen, vor 4 Jahren waren es noch 4 MB.

Dieses Wachstum ist aber nicht nur bei E-Mail-Clients oder Apps für Soziale Netzwerke zu beobachten. Weniger überraschend trifft dies auch auf Spiele zu, wenn auch in einem deutlich sparsameren Rahmen. Clash of Clans war damals 49 MB groß, heute sind es 116 MB. Candy Crush Saga legte auf 223 MB zu, vor einigen Jahren waren es 48 MB.

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iOS 11 hilft beim Platz sparen

Neben Hilfsmitteln wie zum Beispiel App Thinning, welche die zu übertragenden Daten im Falle eines Updates reduzieren, führt Apple mit iOS 11 weitere Helfer ein. So können Apps, die lange Zeit nicht genutzt werden, entfernt werden ohne die dazugehörigen Daten der Nutzer zu entfernen. Wird eine „ausgelagerte“ App erneut benötigt, wird diese von iOS geladen ohne persönliche Daten zu verlieren.

iPhone 7 Review.

Ein Hinweis zu den im App Store angezeigten Update-Größen: Diese Daten entsprechen, aufgrund von App Thinning, etc., nicht immer der tatsächlich zu übertragenen Datenmengen, wie unter anderem Tests von Matt Birchler zeigen.

Entwickler, die an Einsparungsmaßnahmen interessiert sind, finden unter anderem im Halide-Blog einige Hinweise wie sie ihre Apps einer Schlankheitskur unterziehen können. Dazu gehört etwa die Nutzung von Asset Catalogs, welche dafür sorgen, dass Inhalte automatisch von Apple beim Download spezifisch auf ein Gerät angepasst werden. Geräte mit 2x-Bildschirmen benötigen beispielsweise keine 3x-Inhalte, diese müssen also nicht übertragen werden. Auch das Entfernen von externen Bibliotheken kann helfen, um den Speicherplatz auf dem iOS-Gerät der Anwender zu schonen.

Quellen: Sensor Tower, Every Interaction

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