Word für iPad im Test: Tolle App, wäre da nicht…

Sebastian Trepesch 38

Wir haben Jahre warten müssen – jetzt gibt es endlich Word für iPad, ganz offiziell, von Microsoft. Wir haben die App getestet: Wie schlägt sie sich in der Praxis?

Word für iPad im Test: Tolle App, wäre da nicht…

Nun hat Microsoft, Entwickler der erfolgreichen Office-Suite für Windows-PCs und Macs, die drei wichtigsten Apps der Bürosoftware speziell für das Apple-Tablet veröffentlicht:

Letzteres betrachten wir uns auf den folgenden zwei Seiten genauer.

Word für iPad als Bestandteil von Office 365

Wir müssen gleich zu Beginn ein Wort zum Finanzierungsmodell sagen – für viele ist das nämlich der Stein des Anstoßes. Word für iPad kann zwar kostenlos aus dem App Store geladen werden, dient aber zunächst einmal nur zum Betrachten von Dokumenten.

Office-365-Word-Synchronisation
Wer diese bearbeiten möchte, benötigt ein Abo von Microsoft Office 365 Home. Das bietet jede Menge, kostet aber 70-100 Euro im Jahr. Wer nur die iPad-App nutzen will, für den lohnt sich die Angelegenheit natürlich nicht.

Das Abonnement enthält außerdem weitere Lizenzen (Office für Desktop-Rechner) und Zusätze (OneDrive Cloud-Speicher, Skype-Guthaben). Wer es eh möchte oder auch die anderen Bestandteile nutzen will, erhält nun noch eine Anwendung obendrauf.

Download der App aus dem App Store:

Microsoft Word
Preis: Kostenlos

Microsoft Word für iPad im Test: Grundfunktionen

Im Folgenden testen wir Standardaufgaben mit Word auf dem iPad: Dokumente erstellen, formatieren, Grafiken einfügen, ältere formatierte „.doc(x)“ vom Mac auf dem iPad öffnen und ähnliches. Für spezielle Anwendungsfälle oder Workflows ist es ratsam, die App selbst auszuprobieren.

Wer sich schon einmal die Webversion von Microsoft Word angesehen hat (ebenfalls in Office 365 enthalten), dem wird das Design der iPad-App bereits bekannt vorkommen. Word für iPad präsentiert sich ansprechend und übersichtlich. Wir können mit einem leeren Dokument oder einer Vorlage starten.

Die wichtigsten Formatierungsmöglichkeiten finden wir direkt oben in der Leiste. Uns wird nicht unbedingt jeder Wunsch erfüllt, den wir von der Desktop-Version gewohnt sind. Für ein vernünftiges Ergebnis reicht der Umfang aber allemal.

Über den Reiter Einfügen können wir Tabellen, aber auch Bilder aus dem iOS-Fotoarchiv des iPads einfügen. Ist das Bild in Word ausgewählt, sehen wir die Formatierungsleiste für die passende Positionierung des Fotos. Effekte (Spiegelungen, Schatten) gibt es obendrauf. Die Positionierung läuft per Finger auf dem Touchscreen noch bequemer als auf dem Desktop-Rechner.

Ein Dokument mit mehreren grafischen Elementen behielt die Form, nichts hat Word in unserem Test durcheinandergeworfen. Vor einigen Jahren – ich erinnere mich mit Grausen an die Mac-Version – war das auf dem Computer leider keine Selbstverständlichkeit…

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