Mit dem Titel „Miitomo“ hat Nintendo einen ersten Schritt in den Smartphone-Sektor gewagt und verbucht gleich zu Beginn große Erfolge: 3 Millionen Mal wurde die App bisher bereits heruntergeladen. Oder anders ausgedrückt: Nintendo sammelt mühelos wertvolle Daten von 3 Millionen Nutzern, die der Konzern zu Geld machen könnte.

 

Miitomo

Facts 

Da kann selbst Facebook nicht mithalten: Die Bekanntgabe persönlicher Daten ist im Grundkonzept der Anwendung verankert — für Nintendo könnte es kaum einfacher sein, die Daten der Nutzer einzusammeln. Nachdem der Spieler-Avatar erstellt wurde, werden von der App entsprechende Fragen gestellt, die anschließend in einem Feed mit Freunden geteilt werden.

Diese Fragen sind dabei recht einfach und persönlich – und darauf kommt es an: Zwischen persönlichen und privaten Daten existiert der entscheidende Unterschied. Letztere soll möglichst niemand erfahren, schließlich handelt es sich hier um beispielsweise Schulnoten, Vorstrafen oder die Adresse, argumentiert Jason Burby in seinem Artikel auf VentureBeat. Persönliche Angaben zu Essensvorlieben, dem Lieblingssport oder anderen Themenkomplexen werden den Mitmenschen hingegen meist ohne Bedenken mitgeteilt und sind nicht Datenschutz-relevant.

Das Problem: Diese Art von Informationen kann von Marktforschungsunternehmen nur schwer erfasst werden. Im Umkehrschluss macht das die persönlichen Daten, die Nintendo durch Miitomo sammelt, umso wertvoller. Das Unternehmen erhält damit ein sehr genaues Bild der Miitomo-Nutzer und weiß damit unter Umständen sogar mehr, als es bei Facebook oder anderen sozialen Netzwerken der Fall ist.

Video-Bild: Miitomo - Launch Trailer (5)

Hardwareverkauf und Lizenzeinnahmen

Bislang gehört die kommerzielle Auswertung von Nutzerdaten aber nicht zu Nintendos Geschäftsmodellen. Das japanische Unternehmen verdient seine „Brötchen“ zuvorderst durch den Verkauf von Hardware und den Lizenzeinnahmen von Spiele-Titeln, die für die jeweiligen Nintendo-Konsolen entwickelt werden. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, muss sich noch herausstellen. Internet-Nutzer sollten aber grundsätzlich darauf achten, welche persönlichen Angaben bei welchem Dienst offenbar werden.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Quelle: Venturebeat via WinFuture

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Video: Miitomo Launch Trailer

Miitomo Launch Trailer

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Philipp Gombert
Philipp Gombert, GIGA-Experte.

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