Geld mit Siri überweisen, so gehts (dann doch)

Sebastian Trepesch 2

Du hast zu viel Zeit? Dann probier die Geldüberweisung mit Siri aus. Kunden von Postbank und N26 können das bereits – wenn sie herausbekommen, wie es funktioniert. Ab dann geht es einfacher als jede bisherige Überweisung.

„Hey Siri, überweise 20 Euro an Sven“: Was uns als so komfortable Funktion von iOS 10 versprochen wurde, kann tatsächlich auch so einfach sein – wenn man die ersten Hürden übersprungen hat. Lange mussten wir herumprobieren, um die erste Überweisung mit Siri durchzuführen. Und das war noch nicht einmal eine echte Überweisung, denn der Empfänger muss sich das Geld erst selbst holen. Doch der Geldtransfer ist dennoch praktisch, vor allem zwischen Kunden des selben Instituts, und auch dann, wenn man von einem potentiellen Empfänger die Bankverbindung nicht zur Hand hat.

Voraussetzungen für das Überweisen mit Siri

Um mit Siri Geld zu überweisen, benötigt man zunächst einmal eine App des Bankinstituts, die die Funktion unterstützt. Sowohl Postbank, als auch N26 (ehemals Number26) sind hierzu fähig. Weitere Anwendungen sind uns aktuell noch nicht bekannt.

N26 – Die mobile Bank
Entwickler: N26 GmbH
Preis: Kostenlos

Um die Überweisungsfunktion in der Postbank-App nutzen zu können, muss man sich in der Anwendung und auf der Postbank-Webseite für das Sicherheitsverfahren BestSign anmelden. Einen Freischaltcode bekommt man per Post.

Bei N26 benötigt die App eine Freigabe für das Adressbuch des iPhones (iOS-Einstellungen -> Datenschutz -> Kontakte). Laut Support muss der Empfänger zudem Kunde bei N26 sein, dies ist aber nicht ganz richtig: Man kann durchaus Geld an beliebige Personen schicken, sie bekommen einen Link (siehe unten). Dieses MoneyBeam (Geld senden ohne die Bankdaten zu kennen) ist auf 100 Euro in 24 Stunden beschränkt (zu anderen N26-Kunden: 1000 Euro).

Große Probleme bereitete uns der Versand per Siri auf ein eigenes Zweitkonto – aktuell ist dies vermutlich nicht möglich. Zumindest wollte Siri keinen Kontakt aufrufen, das mit der selben Telefonnummer verknüpft war, wie bei N26 hinterlegt.

Geld mit Siri überweisen, so gehts

Sind die Kontakte für N26 freigeschaltet, funktioniert die Überweisung für den Empfänger sehr einfach. Die Postbank-App benötigt diese Freigabe anscheinend nicht, Siri führte uns direkt in die App zur Überweisungsseite. Mangels BestSign-Freischaltung konnten wir den Weg noch nicht weiter ausprobieren.

siri-geld-uberweisen-n26

Mit N26 funktioniert es wie folgt:

  1. Siri-Befehl sprechen, zum Beispiel: „Hey Siri, überweise 2 Euro an Sven Kaulfuß mit N26“, wobei die Person im Adressbuch mit Handynummer gelistet ist. (Die App-Wahl gelang Siri in unseren Versuchen nie sofort. In solchen Fällen die App nicht erwähnen, Siri stellt sie im nächsten Schritt zur Wahl.)
  2. Mit Senden bestätigen. Fertig.

Ja: Wenn es funktioniert, ist es tatsächlich extrem simpel.

Empfangenen Betrag einlösen, so gehts

Nun ist Sven aber kein Kunde von N26. Deshalb bekommt er das Geld nicht sofort gutgeschrieben, sondern eine SMS an die Telefonnummer, die bei mir im Adressbuch hinterlegt war. Text: „Du hast von Sebastian Trepesch 2 Euro via N26 erhalten. Hier Geld annehmen: http.//my.number26.de/?xxxxxx“.

siri-geld-empfangen-n26

Klickt der Empfänger nun auf den Link, kommt er auf eine mobile Webseite von N26. Hier möchte ihn das Bankunternehmen als Kunden gewinnen, und legt noch 10 Euro Prämie obendrauf. Alternativ gibt der Empfänger die Kontodaten seiner Bank ein (Name und IBAN) und erhält das Geld innerhalb von drei Tagen.

Die eigentliche Überweisung erstellt also der Empfänger. Dies muss innerhalb von einer Woche geschehen, ansonsten wird die Transaktion storniert.

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