Ambitioniertes Ziel: So möchte Apple Siri auf dem iPhone, iPad und HomePod verbessern

Florian Matthey

Apple will Siri verbessern – und das ist auch bitter nötig. Die Arbeit des Siri-Teams betrifft aber nicht nur die Funktionalität, sondern auch die Zuverlässigkeit. Ein Apple-Blog-Eintrag beschreibt jetzt, wie schon das Kommando „Hey Siri“ besser funktionieren soll.

Ambitioniertes Ziel: So möchte Apple Siri auf dem iPhone, iPad und HomePod verbessern
Bildquelle: GIGA/Holger Eilhard.

„Hey Siri“: Wenn Siri plötzlich auf andere reagiert

Seit einigen Jahren brauchen wir keine Knöpfe mehr, um Siri zu aktivieren – das Aussprechen des Kommandos „Hey Siri“ reicht. Leider funktioniert „Hey Siri“ nicht immer so, wie es soll. Beziehungsweise: Es funktioniert manchmal „zu gut“. Gelegentlich meint Siri, das Kommando zu hören, wenn wir eigentlich etwas anderes sagen. Besonders nervig ist das, wenn Siri sogar auf Worte anderer Personen reagiert – entweder, wenn diese „Hey Siri“ zu ihrem iPhone sagen oder wenn sie gar etwas anderes sagen.

Um das zu verhindern, hat der Benutzer die Siri-Einrichtung so konzipiert, dass der Benutzer erst fünfmal „Hey Siri“ sagen soll. Siri soll so die Stimme und kleine Variationen in der Aussprache des Benutzers kennenlernen. Ähnlich macht es Google auf Android-Smartphones mit „Ok Google“. Danach lernt Siri anhand von 35 weiteren „Hey Siri“-Kommandos, die es abspeichert, ohne dass der Benutzer dies mitbekommt.

„Hey Siri“ soll auch ohne Fünffach-Einrichtung zuverlässiger werden

Dennoch kommt es weiterhin vor, dass Siri andere Worte als „Hey Siri“ versteht oder auf andere Personen reagiert. In einem Blog-Eintrag in Apples „Machine Learning Journal“, also dem Blog über Technologien des maschinellen Lernens, beschreibt Apples Siri-Team, wie Verbesserungen im Bereich künstlicher Intelligenz die Funktion weiter optimieren. Fortschritte in diesem Bereich sorgen dafür, dass es selbst ohne die Einrichtung mit fünffachem „Hey Siri“ deutlich seltener zu Fehlfunktionen kommen werde.

„Hey Siri“ soll außerdem in lauten Umgebungen – also beispielsweise draußen auf der Straße, in einer Fußgängerzone oder auch in einem fahrenden Auto – besser und zuverlässiger funktionieren als bisher.

Was kann man Siri alles fragen – und was sollte man lieber sein lassen? Wir haben in unserer Bilderstrecke 15 Fragen zusammengestellt, die zur letzteren Kategorie gehören.

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Siri für iPhone: Hier sind 15 Fragen, die Du nicht stellen solltest.

Verbessertes „Hey Siri“ schon in iOS 12?

Bei Apples Machine Learning Journal handelt es sich um Apples eigene wissenschaftliche Onlinepublikation, die in erster Linie Forschung der Apple-Teams in diesem Bereich beschreibt. Das heißt: Es geht nicht um Features, die kurz vor der Veröffentlichung stehen, sondern um Ideen und Versuche. Dennoch könnte ein Teil der bisherigen Erkenntnisse schon Einzug in iOS 12 oder zumindest – im nächsten Jahr – iOS 13 finden.

Quelle: Apple via PhoneArena

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