Phil Schiller: Sprachassistenten ohne Bildschirm sind nicht immer nützlich

Thomas Konrad 4

Phil Schiller lässt kein gutes Haar an den Sprachassistenten Google Home und Amazon Echo. Seine Hauptkritik: Ohne Bildschirm sind die Systeme nicht immer nützlich. Auch zu anderen Themen äußerte sich Apples Marketing-Chef in einem neuen Interview.

Phil Schiller: Sprachassistenten ohne Bildschirm sind nicht immer nützlich
Bildquelle: Apple / Amazon.

Die Sprachassistenten Google Home und Amazon Echo wollte Schiller im Gespräch mit dem Portal Gadgets 360 nicht genauer kommentieren. Er verweist stattdessen auf ein Sprichwort, das ihm seine Mutter beigebracht habe: „Wenn du nichts Gutes zu sagen hast, sag lieber nichts!“

„Wir glauben an Sprachassistenten — deshalb investieren wir in Siri“, erklärt Schiller. Es sei wichtig, dass man zum Beispiel beim Fahren nur seine Stimme verwenden könne, um mit dem Assistenten sprechen. Doch das heiße nicht, dass man nie einen Bildschirm wolle. „Keinen Bildschirm zu haben, ist nicht in vielen Situationen nützlich, glaube ich.“

Schiller verweist auch auf Fotografie — die sei inzwischen einer der Hauptgründe, warum Kunden Apple-Produkte kaufen. Ohne Bildschirm gehe hier gar nichts. Ähnlich verhalte es sich mit Spielen, der größten App-Kategorie. „Ich habe bisher noch kein ausschließlich sprachgesteuertes Spiel gesehen, das so unterhaltsam ist wie eines, das ich auf einem Bildschirm spiele“, beteuerte Schiller.

Das Interview entstand offenbar Anfang April, nach Phil Schillers Besuch in Apples App-Zentrum in Bengaluru. Wochen später gab es erste Gerüchte über einen Siri-Lautsprecher, den Apple auf der WWDC vorstellen könnte. Amazon arbeitet angeblich ebenfalls an einem neuen Echo-Modell mit Bildschirm — Leaker Evan Blass konnte ein angeblich echtes Bild des Geräts auftreiben.

Gadgets 360 fragte Schiller auch zum Thema Upgrade-Preise im App Store. Entwickler können für App-Updates — und bringen sie auch noch so viele Neuerungen mit sich — kein Geld verlangen. Und das dürfte vorerst so bleiben: Das ganze sei viel komplexer, als sich die Leute das vorstellen, so der Apple-Vizepräsident. Das Modell stamme aus einer Zeit, in der man Software noch als physisches Medium kaufte und nicht Teil der Zukunft, auf die man zusteure. Das frisch eingeführte Abo-Modell hält Schiller für die bessere Alternative.

Quelle: ndtv.com (nur Englisch)

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