Siri lenkt beim Fahren mehr ab als Google Now

Florian Matthey

Dank Siri und Co. lassen sich Smartphones im Auto benutzen, ohne dass der Fahrer den Touchscreen bedienen muss. Dem amerikanischen Automobilclub zufolge stellen aber auch diese Systeme ein Sicherheitsrisiko dar. Siri schnitt dabei schlechter ab als Google Now.

Die American Automobile Association (AAA), das amerikanische Pendant zum ADAC, hat sich die verschiedenen „Handsfree“-Lösungen genauer angesehen, die Smartphone- und Auto-Hersteller mit ihren Geräten und Bordcomputern anbieten. Wohlgemerkt geht es dabei nicht um die Smartphone-Integrationslösungen CarPlay und Android Auto, sondern um die einfache Sprach-Fernbedienung der Systeme.

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Die AAA hat mit Testfahrern gemessen, wie sehr die einzelnen Systeme den Fahrer ablenken; wie lange es also dauert, bis er sich wieder voll auf das Fahren konzentrieren kann. Innerhalb der Ablenkungsphase bestehen Risiken wie das versehentliche Überfahren eines Stop-Schildes oder das Übersehen von Fußgängern.

Im Extremfall waren Fahrer ganze 27 Sekunden abgelenkt. Wenn sie dabei mit rund 40 Stundenkilometern unterwegs sind, legen sie eine Distanz von fast drei Fußballfeldern zurück. Am schwächsten schnitt das Bordcomputer-System des Mazda 6 mit 4,6 von 5 möglichen Punkten ab, am wenigsten Ablenkung bietet das System des Chevy Equinox mit 2,4 von 5 Punkten.

Selbst Google Now befindet sich mit 3,0 von 5 Punkten bereits in der Kategorie „hohe Ablenkung“, immerhin liegt das System aber deutlich hinter Siri mit 3,4 und Microsofts Cortana mit 3,8 Punkten.

Die Tatsache, dass auch diese Systeme ablenken, obwohl der Fahrer die Augen auf den Straßenverkehr fokussiert lassen kann, könnte einige Fahrer überraschen. Der Test zeige, dass sie bei dem Einsatz vorsichtig sein sollten.

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