Verkaufsstopp von iPhone, iPad und Co droht – Siri ist schuld

Holger Eilhard 3

Wieder einmal werden Apples Anwälte mit einem drohenden Verkaufsstopp beschäftigt. Diesmal könnte dieser alle Geräte betreffen, auf denen Siri vorhanden ist.

Verkaufsstopp von iPhone, iPad und Co droht – Siri ist schuld
Bildquelle: GIGA/Holger Eilhard.

Patentverletzung könnte zum Verkaufsstopp von Apples Hardware führen

Das US-Unternehmen Portal Communications sieht seine geschützte Technik durch Apple verletzt und hat daher im US-Bundesstaat Texas eine Klage gegen Apple eingereicht. Konkret geht es um drei Patente, 7,376,645, 7,873,654 und 8,150,872, welche sich unter anderem mit der „Erkennung natürlicher Sprachanfragen“ beschäftigen. In den Patenten geht es des Weiteren auch um die Nutzung von Standortdaten, die etwa mit Hilfe von GPS ermittelt werden und dann von einem Spracherkennungssystem weiterverarbeitet werden können.

Der Kläger erwartet von Apple Schadensersatz – in bislang ungenannter Höhe und will einen Verkaufsstopp aller Geräte erwirken, auf denen Siri läuft. Die Liste ist entsprechend lang und umfasst quasi die gesamte Hardware-Palette des iPhone-Herstellers, da Apples Sprachassistent mittlerweile auf fast allen Geräten vorhanden ist. Hinzu kommt ein Einfuhrstopp in den USA.

Klagen wegen anderer Sprachassistenten bislang unbekannt

Derzeit ist nicht bekannt, ob Portal Communications auch gegen Amazon, Google oder Microsoft entsprechende Klagen eingereicht hat oder dies in Zukunft plant. Mit Alexa, Google Assistant und Cortana könnten auch diese mit der Sprache gesteuerten Geräte von ähnlichen rechtlichen Schritten betroffen sein.

Sprachassistenten werden immer beliebter und für den Apple-Lautsprecher HomePod wird Siri sehr wichtig. An alle Siri-Nutzer: Bist du aktuell mit dem Sprachassistenten zufrieden?

Die Klage wurde im Eastern Texas District Court eingereicht. Das dortige Gericht hatte sich in der Vergangenheit öfter auf die Seite der Patentinhaber gestellt. Die Patente stammen aus den Jahren 2008, 2011 und 2012, wurden aber erst im Januar 2018 an Portal Communications übertragen.

Quelle: AppleInsider, Klageschrift/Scribd

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