Siri hat global einen klaren Vorteil im Vergleich zur Konkurrenz: Der Apple-Spracherkennungsassistent unterstützt eine Vielzahl an Sprachen. Apple hat dafür ein aufwendiges System geschaffen.

 

Siri

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Siri spricht mehr Sprachen als Google Assistant, Cortana und Alexa

Siri ist in letzter Zeit etwas in die Kritik geraten; einige Beobachter meinen, dass der Funktionsumfang des Spracherkennungsassistenten zu eingeschränkt und die Software letztendlich nicht intelligent genug sei. Allerdings hat sie in einem Bereich einen klaren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz: Siri ist deutlich multilingualer als die Angebote von Google, Amazon und Microsoft.

Siri unterstützt aktuell 21 Sprachen, die zum Teil noch für einzelne Dialekte in verschiedenen Ländern lokalisiert sind – insgesamt gibt es Siri in 36 Sprachvariationen. Google Assistant „spricht“ nur vier Sprachen, Microsoft Cortana spricht immerhin acht Sprachen, Amazons Alexa mit Englisch und Deutsch sogar nur zwei.

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Aufwendiges System mit viel Personalaufwand

Um so viele Sprachen unterstützten zu können hat Apple ein aufwendiges System etabliert: Zunächst lässt das Unternehmen Personen etwas in ihrer Sprache und ihrem Dialekt erzählen. Anschließend transkribieren echte Menschen die Sprachaufnahmen in Text. Anhand dessen lernt der Computer, die Aussprache dieser Sprachen und Dialekte zu verstehen. Anhand dessen erstellt die Software ein „Akustikmodell“, anhand dessen das Verständnis in Zukunft funktionieren soll.

Apple bietet Kunden dann in ihren Sprachen die Möglichkeit, die Diktatfunktion der Betriebssysteme zu benutzen – bevor es auch eine eigentliche Siri-Unterstützung gibt. Das Unternehmen sammelt dann anonymisierte Ausschnitte der über die Diktatfunktion übertragenen Tonaufnahmen, die dann noch einmal Menschen in Text transkribieren. So lernt die Spracherkennung, Sprachnuancen zu unterscheiden und gesprochene Wörter auch mit Störgeräuschen noch zu verstehen. Im Anschluss muss dann ein Schauspieler noch Text für Siris Sprachausgabe in der jeweiligen Sprache aufsagen.

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Viv setzt auf Automatisierung

Das Problem ist allerdings, dass ein solches System zeit- und vor allem personalaufwendig ist. Für jede neue Sprache muss Apple neue Personen einstellen; das System lässt sich daher nicht automatisiert skalieren. Die Siri-Gründer, die später das Unternehmen Viv gründeten, das kürzlich von Samsung übernommen wurde, arbeiten allerdings an einer in größerem Maße automatisierten Lösung. Siri könnte also auch hier Konkurrenz bekommen.

Quelle: via Mac Rumors