Telegram: WhatsApp-Alternative aus Russland

Johannes Kneussel 9

Immer noch hat der Kauf von WhatsApp  durch Facebook seine Auswirkungen. So wurde nicht nur unsere Vermutung bestätigt, dass sich an Whatsapp in Zukunft einiges ändern wird, nein auch die Konkurrenz konnte profitieren: Die App Threma aus der Schweiz konnte einen starken Zuwachs verzeichnen. Noch krasser ist allerdings die Zunahme der Nutzer bei Telegram. Um diese App soll es in diesem Artikel auch gehen.

Was ist Telegram genau? Nun, auf den ersten Blick sieht es aus wie eine genaue Kopie von WhatsApp – nur in Blau. Die Funktionen sind allerdings nicht eins zu eins dieselben. Telegram bietet zum Beispiel den Versand von Nachrichten, die komplett verschlüsselt sind, also von einem Ende zum anderen. Allerdings ist dies nicht die Standard-Versandart, sondern muss extra ausgewählt werden. Das finde ich ein bisschen schade. Hier hat Threema leicht die Nase vorne, da hier Nachrichten automatisch komplett verschlüsselt versendet werden. Immerhin, der Entwickler hat es sich zu seinem Ziel gemacht, den Geheimdiensten und Facebooks dieser Welt mit der Verschlüsselung ein Schnippchen zu schlagen.

Ansonsten bitet Telegram fast alles, was WhatsApp auch bietet. Allerdings, und das dürfte für manche wohl etwas enttäuschend sein, gibt es in der App momentan keine Möglichkeit, Sprachnachrichten zu versenden. Hoffentlich bessern die Programmierer hier noch nach.  Dafür, und das ist wiederum ziemlich praktisch, kann man auch gewöhnliche Dokumente verschicken, man ist also nicht auf Videos und Bilder beschränkt. Super!

Telegram mit unglaublichen Zuwachsraten

Ich selbst nutze die App momentan ausgiebig und bin damit recht zufrieden. Mich stört nur das bereits angesprochene Fehlen der Sprachnachrichten. Außerdem, und das kann man den Programmierern kaum vorwerfen, ist Telegram momentan etwas langsam, da die Nutzerzahl unglaublich ansteigt.

Sowohl im App Store als auch im Play Store liegt Telegram vor dem WhatsApp Messenger.

Google Play Store: Telegram vor WhatsApp

Die App ist also, falls ihr mit euren Freunden wechseln wollt, eine sehr gute Alternative, da sie die wichtigsten Funktionen mitbringt und die Verbreitung bald auch befriedigende Züge annehmen könnte. Wollen wir nur hoffen, dass die Entwickler genügend neue Server angemietet haben, um die aktuellen Verzögerungen zu vermeiden.

Gestern hat die App unglaubliche 4,95 Millionen neue Nutzer dazubekommen! Wahnsinn! Lustiges Detail am Rande: Telegram stammt aus Russland. Wie damals ICQ, welches besonders in Deutschland und Russland beliebt war, könnte es bald wieder eine ähnliche Konstellation geben:

TechCrunch hat die Zahlen zusammengezählt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Telegram seit dem Aufkauf von WhatsApp ganze 8 Millionen neue Nutzer hat. Diese Zahl dürfte auch weiterhin stark ansteigen.

downloaden *

Via: TechCrunch

WhatsApp & Co.: Welchen Messenger nutzt ihr?

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