Der Deutsche Wetterdienst bietet seine Wetterwarnungen seit Mitte Juli individuell für die 10.000 Gemeinden in Deutschland an – statt bisher nur auf die 400 Landkreise aufgelöst. Update: Ab sofort unterstützt auch die offizielle App die ortsgenauen Warnungen.

 

WarnWetter

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Wetterbild gestern in Berlin mit dem iPhone 6s aufgenommen, HDR-Filter aus der Foto-App Enlight.
Wetterbild gestern in Berlin mit dem iPhone 6s aufgenommen, HDR-Filter aus der Foto-App Enlight.

Das heutige Update bringt die höhere Auflösung der Warnmeldungen in die App „WarnWetter“. In der populären Anwendung sind die gemeindebasierten Hinweise besonders sinnvoll, da die Push-Benachrichtigungen somit genauer auf den aktuellen Standort des Nutzers zugeschnitten sind. „So kann z.B. bei aufkommenden Gewittern die Warnung auf die laut Prognose tatsächlich betroffenen Gemeindegebiete beschränkt bleiben“, informiert der Entwickler.

Diese genaueren Daten bietet der Wetterdienst auf seiner Webseite schon seit Mitte Juli an – genaueres in unserem bisherigen Artikel:

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WarnWetter heißt die kostenlose Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Sie gibt Wetterwarnungen aus, zeigt zudem ein Niederschlagsradar und die Grafiken für die nächsten Tage an. Die Mitteilungen sind für den aktuellen Standort und für Favoriten abonnierbar. Aktuell wird in der App nur zwischen Landkreisen unterschieden. Die detailliertere Ansicht hat der Wetterdienst für August angekündigt.

Auf einer Webseite kann der feinere meteorologische Zoom bereits betrachtet werden, siehe dwd.de. Diese Neuerung hat der Deutsche Wetterdienst gestern präsentiert. Als Grund für die erhöhte Qualität nennt er die extremen Wetterwochen Ende Mai bis Mitte Juni dieses Jahres, in denen deutschlandweit rund 3.000 Unwetterwarnungen herausgegeben werden mussten.

„Wir sind damit auf dem Stand des technisch-wissenschaftlich Mögliichen – auch im internationalen Vergleich“, meint Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des DWD. Möglich geworden seien die detaillierteren Warnungen vor allem durch mehr Beobachtungsdaten, verbesserten Vorhersagemodellen und ein leistungsstärkeres Großrechenzentrum.

DWD WarnWetter

DWD WarnWetter

Entwickler: Deutscher Wetterdienst

Das Warnsystem des Deutschen  Wetterdienstes

Die ortsgenauen Warnungen seinen vor allem bei kleinräumigen Wettergefahren wichtig. „Dazu gehören Gewitter und Starkregen mit ihren oft so folgenreichen Sturzfluten“, informiert der DWD. Der hohe Detaillierungsgrad ermögliche auch, zwischen nahe beieinander liegenden Tal- und Gebirgslagen zu unterscheiden.

Die Gemeindewarnungen fügen sich laut DWD nahtlos in das bestehende dreistufige Warnsystem ein:

  1. Fünf Tage vor Ereignis: Alarmierende Hinweise auf Wettergefahren.
  2. Maximal 48 Stunden vorher: „Vorabinformationen Unwetter “für Bundesländer oder Teile davon.
  3. Frühestens 12 Stunden vor Unwetter: Konkreteste Stufe, die ortsgenauen Warnungen.

Bei manchen Wetterlagen sei die dritte Stufe aber erst wenige Minuten oder eine halbe Stunde vor dem Ereignis möglich, erklärt der DWD. Schon die halbe Stunde sei bei sommerlichen Gewittern für die Meteorologen eine Herausforderung.

Download von WarnWetter für iOS:

DWD WarnWetter

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Entwickler: Deutscher Wetterdienst

Download von WarnWetter für Android:

WarnWetter

WarnWetter

Entwickler: Deutscher Wetterdienst

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