Clever und kurios: Server-Administrator nutzt WhatsApp zur Fernwartung

Frank Ritter 8

Karim Jedda war in Not. Als Serveradministrator musste er seine Server gelegentlich aus der Ferne warten, er kannte aber keine guten Kommandozeilen-Tools für sein Smartphone. Aus dem Grund entwickelte er ein eigenes Tool, mit dem er seinen Server mit dem Smartphone kontrollieren kann – per WhatsApp.

Ob ein Messenger, der in den vergangenen Jahren immer wieder aufgrund gravierender Sicherheitslücken von sich reden machte und nun Facebook als Konzernmutter besitzt, geeignet ist, um einen Server aus der Ferne zu warten? Zumal es ja nun auch einige SSH-Clients für Android gibt, die für solche Zwecke besser geeignet sind? Nun ja … Von Sicherheitsbedenken mal abgesehen ist das, was Jedda sich zusammengebastelt hat und als Open Source-Projekt zur Verfügung stellt, aber durchaus interessant. Der Entwickler charakterisiert sein Projekt als aufgebohrte Variante eines Slack-Bots.

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Das können andere Messenger besser als WhatsApp

So kann er über einen vordefinierten Kontakt Befehle absetzen und Scripts starten, die Ausgabe auf dem Bildschirm erhält er als Antwort per WhatsApp. Aber auch einige Gimmick-Funktionen sind möglich. So kann er sich beispielsweise Bilder schicken lassen oder einen Text eingeben, um diese als Audionachricht zurückzuerhalten - Googles Text-to-Speech-Engine sei dank.

Was ist denn nun aber mit der Sicherheit? Im Kommentarbereich unter seinem Blogartikel und in dem zu dem Link gehörigen Posting bei Hacker News hagelt es harsche Kritik. Ein Nutzer beschreibt das Projekt als den Versuch, ein gebrochenes Bein mit einem Pflaster zu behandeln, ein anderer glaubt, dass es sich entweder um einen Aprilscherz handle oder das Projekt von einem 14-Jährigen stamme. Karim Jedda verteidigt sich damit, dass er per WhatsApp keinen kompletten Shell-Zugriff hat, sondern nur einzelne Kommandos und Python-Scripts ausführt. Ein Entwickler pflichtet ihm bei und hält WhatsApp beziehungsweise Telegram - ein Messenger, der von dem Projekt bald auch unterstützt wird – für solche kleineren „spaßigen“ Nutzungsszenarien ideal.

Der Quelltext des Projekts kann bei GitHub eingesehen und heruntergeladen werden.

whatsappcli @ Github, via funnybretzel, Hacker News

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