Skandal: So "leicht" können Fremde euer WhatsApp sehen!

Tuan Le 1

Aktuell sorgt eine „skandalöse“ Sicherheitslücke in WhatsApp wieder einmal für viel Aufregung. Angeblich können fremde Nutzer „einfach so“ bei WhatsApp eure Nachrichten mitlesen, wenn man der aktuellen medialen Berichterstattung Glauben schenkt. Tatsächlich muss man aber schon ziemlich fahrlässig mit seinem Smartphone umgehen, damit dadurch eine konkrete Gefahr entsteht.

WhatsApp ausspionieren.

Es gibt sicherlich eine Menge argloser, naiver Nutzer da draußen, bei denen die derzeit Aufsehen erregende „Sicherheitslücke“ in WhatsApp, genauer gesagt dem Web-Client, tatsächlich ein valides Sicherheitsrisiko darstellt. (Im Grunde genommen sind manche Nutzer aber auch wirklich derart unwissend, was die Verwendung ihrer Geräte angeht, dass sie auch durchaus selbst als wandelndes Sicherheitsrisiko für ihr Smartphone durchgehen - aber das ist ein Thema für sich).

Die meisten einigermaßen Smartphone-affinen Nutzer - zu denen wir unsere Leser zählen würden - können aber über die Panikmache diverser Medien im Bezug auf die „Sicherheitslücke“ in WhatsApp Web vermutlich nur den Kopf schütteln.

Für die Neulinge unter uns: Auf der Webseite web.whatsapp.com kann man seit einiger Zeit eine Verbindung mit seinem Smartphone herstellen, um alle eingehenden Nachrichten auch am Laptop oder PC sehen und beantworten zu können. Dazu ist es lediglich notwendig, mit der Smartphone-Kamera (des Gerätes, mit dem man bei WhatsApp angemeldet ist, wohlgemerkt - man kann sich natürlich nicht dadurch mit einem fremden Handy in den eigenen Account einloggen), den auf der Webseite angezeigten Code einzuscannen. Daraufhin werden alle Nachrichten, die im Smartphone zu sehen sind, auch auf der Webseite angezeigt.

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Ja, andere können euer WhatsApp lesen - wenn ihr ihnen euer Smartphone gebt

Einem TV-Beitrag des RTL-Magazins Stern TV zufolge gibt es genau hier eine gravierende Sicherheitslücke. Sollte es Fremden gelingen, mit eurem Smartphone den angezeigten Code auf web.whatsapp.com auf ihrem eigenen Gerät einzuscannen, können diese fortan den gesamten Nachrichtenverlauf mitlesen. Natürlich könnten sie auch theoretisch Nachrichten schreiben, wodurch das Ganze aber vermutlich dem Nutzer schnell auffallen dürfte. Nochmal zum mitschreiben: Ihr müsstet euer Smartphone also schon bewusst und vor allem entsperrt jemandem anders geben, dieser müsste „rein zufällig“ einen Laptop oder ein Tablet dabeihaben und dann auch noch einen Code darauf einscannen - äußerst unauffällig und schnell machbar? Eher nicht. Das größte Risiko hier wären vielleicht noch technisch versierte und kontrollsüchtige PartnerInnen, aber dass wildfremde Leute dadurch bei WhatsApp mitlesen können ist im Grunde genommen völlig ausgeschlossen.

So überprüft ihr, ob andere bei WhatsApp tatsächlich mitlesen

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Abgesehen davon kann man sehr schnell überprüfen, ob andere unbefugt mitlesen beziehungsweise dies auch umgehend unterbinden. Dafür tippt man im Menü auf „WhatsApp Web“ und sieht nach, ob dort ein Rechner gelistet ist, den man nicht kennt. WhatsApp Web erlaubt ohnehin nur die Nutzung auf einem Gerät, wer die Web-Version also selbst verwendet wird es ohnehin direkt bemerken, wenn jemand anders so versucht mitzulesen. Sollte sich wider erwarten ein fremder Rechner dort befinden, tippt man einfach auf „Von allen Computern abmelden“ und kann sich dann endlich sicher(er) wähnen.

Top 3 weitere nützliche Sicherheitstipps:

  • Besser nicht die PIN mit Edding auf die EC-Karte schreiben
  • Oder einen Zettel mit dem Entsperrcode unter das Smartphone-Case klemmen
  • Auf Facebook posten, ob „dieses Passwort“ sicher genug ist, ist auch nicht sinnvoll

via Basic Thinking

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