Smartphones und das Internet sind immer noch irgendwie Neuland: Ein Gericht hat nun einen Vater dazu verurteilt, WhatsApp und ähnliche Nachrichtendienste von den Geräten seiner minderjährigen Töchter zu entfernen. Hintergrund war, dass die Mädchen offenbar Opfer einer Sexting-Attacke geworden sind und das Gericht in der App eine Gefahr für das Wohl der Kinder sieht.

 

WhatsApp

Facts 

Die im Jahr 2000 und 2005 geborenen Mädchen wurden von einem ehemaligen Schulfreund ihres Vaters per WhatsApp kontaktiert, offenbar mit „sexualisierten Inhalten“, wie das Gericht befand. Eine Anzeige wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung wurde allerdings wieder zurückgezogen, nachdem die Kindesmutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder beantragte. Das Paar lebt seit 2006 getrennt und ist geschieden, die Töchter wohnen bislang noch bei ihrem Vater - eine Verurteilung hätte womöglich auch Auswirkungen auf das Sorgerecht gehabt.

Dennoch erteilte das Gericht dem Vater Auflagen nach Paragraf 1666 des BGB und verpflichtete den Vater dazu, WhatsApp und ähnliche Nachrichtendienste von den Smartphones zu entfernen, monatlich ein Gespräch mit den Töchtern über die Nutzung der Smartphones zu führen und außerdem alle drei Monate zu überprüfen, welche Apps auf den Geräten installiert sind. Ziemlich strenge Auflagen, die das Gericht aber für notwendig hält.

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WhatsApp sei eine Gefahr für die Privatsphäre und Entwicklung der Kinder

Laut Gericht habe die mehr als ein Jahr andauernde Nutzung von WhatsApp das Wohl der Kinder stark negativ beeinträchtigt - grundsätzlich sei WhatsApp für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre „eine Gefahr für ihre Privatsphäre und Entwicklung“. Eingeschränkt wird diese Behauptung immerhin dadurch, dass dies zumindest der Fall ist, wenn den Kindern nicht verantwortungsvoll Funktionen und Risiken aufgezeigt werden. Ferner weist das Gericht darauf hin, dass Smartphones kein einfaches Spielzeug seien - und empfiehlt dem Familienvater noch eine digitale Kindersicherung.

via heise

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Tuan Le
Tuan Le, GIGA-Experte.

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