WhatsApp und Facebook Messenger bleiben auch zukünftig eigenständig

Lukas Funk

WhatsApp wird den Facebook Messenger in der nächsten Zeit nicht ersetzen, so Facebook-Manager David Marcus auf der Konferenz Digital Life Design (DLD). Beide Produkte werden vorerst mit unterschiedlichem Schwerpunkt weiterentwickelt.

WhatsApp und Facebook Messenger bleiben auch zukünftig eigenständig

Nach der Elefantenhochzeit von Facebook und WhatsApp stellte sich vielen Nutzern die Frage, wie der neue Mutterkonzern Facebook mit den Produkten WhatsApp und Messenger umgehen würde, erfüllen beide doch eine ähnliche Funktion.

Feature-Vielfalt und Einfachheit als Unterscheidungsmerkmal

Auf der Konferenz DLD15 (Digital Life Design) bezog Facebook-Manager David Marcus klare Stellung zur Ausrichtung der Messenger: Beide Produkte werden auf absehbare Zeit hin parallel betrieben. WhatsApp soll dabei die einfachere Alternative bleiben und seine Position als SMS-Ersatz weiter ausbauen, lediglich einige Features des Messengers sollen ihren Weg in die App finden. Der Facebook Messenger dagegen wird ständig mit neuen Funktionen ausgestattet – zuletzt etwa mit separaten Zusatz-Apps für die Fotobearbeitung und Stickern. Als ein zukünftiges Feature nannte Marcus die Transkription von Sprachnachrichten in Text, die vor allem an asiatische Nutzer gerichtet sei, deren Sprache ein komplexes Schriftsystem zugrunde liegt.

Werbung möchte man im Messenger nicht schalten. Stattdessen könnte die App zur Verkaufsplattform ausgebaut werden oder Unternehmen anderweitig die Möglichkeit geben, mit Kunden in Kontakt zu treten – gegen Gebühr, versteht sich. Großes Vorbild ist hierfür der in Asien erfolgreichste Messenger WeChat.

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WhatsApp: Fokus auf Wachstum

Vorerst liegt der Fokus vermutlich aber auf Wachstum, streben beide Apps doch der magischen Grenze von 1 Milliarde Nutzern entgegen. So konnte der Facebook Messenger im vergangenen November eine beachtliche Zahl von 500 Millionen Nutzern aufweisen, WhatsApp berichtete zuletzt Anfang des Jahres von 700 Millionen aktiven Nutzern, wobei es in der Nutzerbasis vermutlich große Überschneidungen gibt.

Wenngleich also eine Fusion vorerst ausgeschlossen ist, könnte Facebook beide Apps dennoch so vernetzen, dass ein Austausch untereinander möglich ist. Schon jetzt fordert der Messenger nach der Installation auf, die Telefonnummer zu hinterlegen – könnte also bald der Facebook-Login auf WhatsApp folgen? Auf diesem Wege könnte man beispielsweise auf mehreren Geräten den WhatsApp-Messenger verwenden, was aktuell bekanntlich nicht möglich ist.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.
WhatsApp Messenger
Entwickler:
Preis: Kostenlos

Quellen: Curved, Wall Street Journal

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