WhatsApp beta installieren und testen

Marco Kratzenberg

Was WhatsApp angeht, haben Android-User gegenüber den Apple-Fanboys einen großen Vorteil: Sie können jede aktuelle WhatsApp Beta installieren und neue Features als erste ausprobieren. So wird’s gemacht…

Anders als beim iPhone (ohne Jailbreak), können Android-Nutzer Apps auch von anderen Quellen beziehen. Aus diesem Grund gibt es neben dem Google Play Store noch zahlreiche Quellen, bei denen man Apps downloaden und auf seinem Gerät installieren kann. Auch die WhatsApp beta können wir uns so auf Handy holen, bevor sie offiziell wird.

WhatsApp beta downloaden und installieren

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Das können andere Messenger besser als WhatsApp

Bevor wir eine WhatsApp beta installieren können, müssen wir unserem Gerät das auch erlauben. Die Standardeinstellung der meisten Geräte sieht eine Installation von Apps erst einmal nur über den Google Play Store vor. Je nach Gerät findet sich der Schalter dafür in den Einstellungen unter Sicherheit oder unter Anwendungen. So lange wir diese Option nicht aktivieren, bekommen wir nur Meldungen wie „Installation blockiert“.

Der User muss also zuerst erlauben, dass „Apps unbekannter Herkunft“ auf dem Handy installiert werden. Wenn das geschehen ist, dann darf ein Android-User sich von beliebigen Seiten sogenannte APK-Dateien besorgen. APK ist das Distributionsformat für Installationen und bedeutet Android Package File. Es handelt sich um eine Art ZIP-Dateien und Android-Geräte erkennen automatisch, dass sie diese Dateien installieren sollen, wenn man drauftippt. So kommt auch die WhatsApp beta als Download im APK-Format.

Hier könnt Ihr die aktuelle WhatsApp beta downloaden

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WhatsApp beta Download installieren

Die einfachste Möglichkeit ist, diesen Download in einem Browserfenster im Zielgerät zu starten. Dann wird die APK (die rund 15 MB umfasst) nämlich direkt dort gespeichert. Nach der Installation können wir die WhatsApp beta APK wieder löschen! Wir öffnen anschließend die Downloads und tippen auf die APK, die dann sofort vom System installiert wird - wenn wir das, wie oben beschrieben, erlaubt haben.

WhatsApp beta per E-Mail installieren

Ihr könnte de Download der WhatsApp beta jetzt auch sofort starten und Euch die Datei dann per E-Mail aufs Handy schicken. Dort wird sie dann als Mailanhang angezeigt, der die Option „Installieren“ bietet. Auch diese mail kann, zur Platzersparnis, nach der Installation gelöscht werden. So kann man auch Freunden die Betaversion zuschicken.

WhatsApp beta deinstallieren und alte Version nutzen

Sollte die aktuelle Betaversion von WhatsApp Probleme machen, so ist der Umstieg auf eine alte Version kein Problem. Zum ist es ja möglich, verschiedene Versionen als Backup auf dem PC zu behalten und diese zu nutzen. Außerdem kann man jederzeit die aktuelle Version aus dem Google Play Store beziehen! In so einem Fall lautet der Rat also: WhatsApp löschen und entweder über die Datenverbindung zum Computer eine gespeicherte Vorversion installieren oder die aktuelle Version bei Google holen.

WhatsApp Messenger
Entwickler:
DUALSPACE
Preis: Kostenlos

WhatsApp beta nutzen - Probleme

Wie bereits eingangs erwähnt, sind Betaversionen Programme im Entwicklungsstadium. Es wird geschraubt, es werden Menüeinträge angelegt, die noch nicht mit Funktionen verknüpft sind - oder umgekehrt. Je nachdem, wie gründlich solche Betas gepflegt werden, können sie bereits einigermaßen stabil sein - oder alle Nase lang abstürzen.

Dazu ein einfaches Beispiel: Man plant eine neue Funktion und legt die sogar schon rudimentär im Code an. Aber sie funktioniert noch nicht. Dann legt man auch schon einen Menüpunkt dafür an und verknüpft ihn mit der Funktion (die nicht arbeitsfähig ist!), anstatt den Menüpunkt mit einer Fehlermeldung der Sorte „Wird erst in der finalen Version gehen“ zu versehen. Das Ergebnis ist ein Absturz der App, wann immer man den Menüpunkt antippt. Und schlimmer noch: Wenn die neue Funktion bereits mit einer alten verknüpft ist, gibt es Abstürze vielleicht während der normalen Arbeit. Fazit: Betaversionen nutzt man immer auf eigenes Risiko!

Im besten Fall funktionieren angedeutete neue Features einfach nicht. Ein gutes Beispiel ist das angekündigte Feature, mit WhatsApp telefonieren zu können. Ende 2014 soll das gehen. Jetzt ist die Funktion bereits in mancher WhatsApp beta unter den Gruppen-Chats zu finden. Und sie geht einfach noch nicht.

Wenn man sich mit solchen Schwierigkeiten bei einer WhatsApp Beta-APK abfinden kann, dann wird man in der Regel gut damit arbeiten können. Updates werden ja auch dafür zur Verfügung gestellt. Und immerhin kommt man dann bereits in den Genuss funktionierender Neuigkeiten, bevor andere sie haben. Das ist speziell dann von Vorteil, wenn in der Beta endlich Bugs ausgeräumt wurden, die vorher das Arbeiten mit WhatsApp schwierig machten.

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