Preisschock bei WhatsApp: Nutzer sollen angeblich 399 Euro zahlen

Kaan Gürayer 3

Hält WhatsApp jetzt die Hand auf? 399 Euro sollen die Nutzer des beliebten Messengers nun im Extremfall zahlen, damit ihre Backups nicht gelöscht werden – so lautet eine Meldung, die aktuell durchs Netz kursiert. Wir klären, was hinter der angeblichen „WhatsApp-Mitgliedschaft“ steckt. 

Preisschock bei WhatsApp: Nutzer sollen angeblich 399 Euro zahlen
Bildquelle: GIGA.

WhatsApp: Betrüger wollen mit falschen Backups Geld verdienen

Mit mehr als 1 Milliarde aktiven Nutzern ist WhatsApp ein beliebtes Ziel für Kriminelle. Die neueste Masche der Gauner ist besonders dreist: Derzeit erhalten einige WhatsApp-Nutzer E-Mails, die zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages für WhatsApp auffordern. Wer nicht zahlt, dem wird der Verlust eigener WhatsApp-Backups angedroht – und damit von Nachrichten, Fotos oder anderen Dateien, die womöglich über Jahre hinweg an Freunde und Verwandte über den Messenger versendet wurden.

Ein Jahr dieser „WhatsApp-Mitgliedschaft“ kostet 59 Euro und beinhaltet angeblich 100 GB Speicherplatz bei Google Drive. Die lebenslange Mitgliedschaft schlägt hingegen mit 399 Euro zu Buche und verspricht unbegrenzten Speicher. Perfide: Ein Button führt direkt zu Paypal, um die Zahlungsaufforderung an einen Anbieter namens „Interdot“ zu begleichen. Die Mails besitzen unter anderem den Betreff „Zahlungserinnerung“, um Zeitdruck auf die Opfer auszuüben.

Diese Tipps und Tricks für WhatsApp sollte jeder kennen: 

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WhatsApp: 22 Tipps für jeden Nutzer.

WhatsApp-Mitgliedschaft: Eine dreiste Betrugsmasche

Um es deutlich zu machen: Hier handelt es sich um eine Betrugsmasche! Die Mails mit der Zahlungsaufforderung sind gefälscht und stammen nicht von WhatsApp selbst.

Zwar ist es richtig, dass in wenigen Tagen ältere WhatsApp-Backups aus dem eigenen Google-Drive-Konto gelöscht werden. Das gilt allerdings nur für Sicherungen, die seit mehr als einem Jahr nicht mehr aktualisiert worden sind. Wer seine Daten nicht verlieren möchte, muss lediglich ein neues Backup anlegen, dass das alte überschreibt.

WhatsApp-Nutzer, die auf die Betrugsmasche hereingefallen sind, sollten sich umgehend an PayPal und die Polizei wenden.

Quelle: Heise

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