WhatsApp: 30 Millionen Nutzer in Deutschland

Andreas Floemer 9

WhatsApp wächst und wächst – auch in Deutschland. Wie Jan Koum, CEO und Gründer des plattformübergreifenden Messenger-Dienstes am heutigen Freitag via Twitter mitteilt, sind allein hierzulande 30 Millionen Nutzer auf der Plattform angemeldet und auch aktiv.

WhatsApp: 30 Millionen Nutzer in Deutschland

WhatsApp konnte im Dezember letzten Jahres die Schallmauer von 400 Millionen aktiven Nutzern weltweit verkünden, eine konkrete länderspezifische Verteilung wurde indes nicht publiziert. Nun reichte WhatsApp-Chef Jan Koum anlässlich seiner Reise nach München zur DLD-Konferenz eine entsprechende Zahl für den deutschen Markt nach. Und die kann sich in der Tat sehen lassen: So haben laut Koum 30 Millionen deutsche Nutzer die Messenger-App aktiv in Benutzung.

Vergleicht man dies mit den zuletzt im August 2013 veröffentlichten Nutzerzahlen von WhatsApp für den deutschen Markt, so zeichnet sich ab, dass der Messenger innerhalb des letzten halben Jahres einen Zuwachs von 10 Millionen Neuzugängen verzeichnen kann. Ein solches Wachstum kann als äußerst beeindruckend beschrieben werden. Damit ist WhatsApp dem Facebook Messenger auch hierzulande sehr dicht auf den Fersen, wie die von Holger Schmidt erstellte Grafik veranschaulicht:

whatsapp-deutschland-januar-2014

Zieht man in Betracht, dass Nutzer des Messengers regelmäßig mit Kettenbriefen belästigt werden und die App im Vergleich zu anderen Messengern eher wenig Features aufweist und immer wieder von Datenschutzskandalen geplagt ist, grenzt es eigentlich an ein Wunder, dass sie so beliebt ist. Zumal sogar ein jährlicher Obulus von knapp 0,89 Euro zu berappen ist – kein hoher Preis, allerdings zog die Ankündigung des Abomodells herbe Kritik nach sich. Auf der anderen Seite kann die Anwendung aber durch Einfachheit sowie seine große Verbreitung punkten – vielen Nutzern mag es nicht einmal bewusst sein, dass WhatsApp so unsicher ist.

Interessante und vor allem teils sichere Alternativen wie Threema oder Whistle.im sowie Lösungen wie Google Hangouts, Facebook Messenger und ChatOn gibt es zuhauf, wobei viele sogar kostenlos sind und einige von ihnen sogar per Tablet oder den Desktop-Rechner genutzt werden können. Jedoch stellt sich beim Wechsel die Frage, wie man den Großteil seiner Bekannten und Freunde auch von einer anderen Lösung überzeugen kann. Der sogenannte Netzwerkeffekt spielt WhatsApp also in die Karten.

WhatsApp Messenger
Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos

Quelle: Jan Koum @ Twitter [Grafik & via Netzökonom]

► Tipp: Mit der WhatsApp-Prepaid-SIM immer WhatsAppen – auch ohne Guthaben

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