WhatsApp: Alten Status mit Kettenbrief zurückfordern - Geht das wirklich?

Selim Baykara

Derzeit macht auf WhatsApp ein Kettenbrief die Runde, mit dem man angeblich den alten Status wieder zurückfordern kann – dazu müsste man die Botschaft nur an so viele Bekannte in der Kontaktliste verschicken. Geht das wirklich so einfach? Und würde das überhaupt etwas bringen? Wir klären auf.

Die besten WhatsApp-Statussprüche.

Der neue WhatsApp-Status ist seit einiger Zeit ein Dauerthema unter Nutzern des Instant-Messengers. Das Update ersetzt den alten Status-Spruch, mit dem man seinen gegenwärtigen Status mit einer kurzen Textbotschaft mitteilen konnte. Stattdessen kann man jetzt ein Foto oder Video einfügen und noch weiter verzieren, z.B. mit Emojis. Das Ganze ist eine recht offensichtliche Kopie der Snapchat-Stories und kommt bei vielen Nutzern auch nicht besonders gut an. Seit Kurzem kursiert daher jetzt auch ein Kettenbrief, mit dem man den alten Status angeblich wieder zurückfordern kann.

whatsapp status updates

WhatsApp: Alter Status soll wiederkommen – mit Kettenbrief?

Der Kettenbrief folgt dem gleichen Muster, das sich immer wieder bei Botschaften dieser Art beobachten lässt. Angeblich soll man den Text mit so vielen Bekannten und Kontakten wie möglich teilen – ist eine gewisse Anzahl erreicht, würde WhatsApp angeblich den alten Status wieder zurückbringen. Konkret lautet die Message wie folgt:

Wir protestieren!

WHATSAPP: Wer alles den alten Status haben will, soll diesen Kettenbrief an so viel wie möglich Leuten schicken! WhatsApp zählt mit wie oft es verschickt worden ist ! Also SCHICKEN!!!

Um schon mal Entwarnung zu geben: Hierbei handelt es sich nicht um eine ernstzunehmende Mitteilung. Teilt den Kettenbrief daher nicht mit euren Bekannten und Kontakten, sondern löscht die Nachricht am besten gleich wieder.

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WhatsApp: Alter Status – Kettenbrief ist Fake

Wie sehr oft in diesen Fällen, teilen die Nutzer die Botschaft, ohne weiter darüber nachzudenken. Würde man das tun, käme man nämlich sehr schnell zu dem Ergebnis, dass dieser Kettenbrief (mal wieder) totaler Blödsinn ist. Zum einen hat WhatsApp vor Kurzem selbst bekanntgegeben, dass man den alten Status wieder einführt. Das Feature nennt sich Tagline und bringt genau die Funktion mit, die sich viele Nutzer nach dem letzten Update wünschten – damit ist dieser Kettenbrief also überflüssig.

Zum anderen stellt sich natürlich die Frage, auf welche Weise WhatsApp eigentlich mitzählen soll, wie oft der Kettenbrief hin- und hergeschickt wurde. Alle Messages sind bekanntlich mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützt, darüber hinaus wäre das Ganze natürlich ein Riesenaufwand und mit erheblichen technischen und logistischen Schwierigkeiten verbunden.

WhatsApp Artikelbild

Fakes auf WhatsApp und Co.

Kettenbriefe dieser Sorte werden immer wieder über WhatsApp verschickt. Das Muster ähnelt sich wie erwähnt in den meisten Fällen, auch wenn der Inhalt sich natürlich von Fall zu Fall unterscheidet.

  • Meistens wird vor einer Gefahr oder einem bevorstehenden dramatischen Ereignis gewarnt.
  • Damit verbunden ist die Aufforderung, den Kettenbrief mit anderen Nutzern zu teilen, um diese ebenfalls zu warnen.
  • Eine belastbare Quelle für die Nachricht fehlt fast immer.
  • Beispiele für Kettenbriefe, die in der letzten Zeit verschickten wurden, sind z.B. der angebliche Ute-Lehr-Virus oder falsche Gutscheine von LIDL oder REWE.

Generell solltet ihr bei allem, was ihr im Internet lest, immer genau die Fakten checken und vor allem in den sozialen Medien gut hinschauen, von wem die Nachricht stammt. Das gleiche gilt natürlich auch für Kettenbriefe – hier könnt ihr aber in 99% aller Fälle davon ausgehen, dass es sich nicht um eine echte Warnung handelt.

Bildquellen: WhatsApp

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