WhatsApp arbeitet an verifizierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Norman Volkmann

Bereits seit November 2014 werkelt WhatsApp an einer verbesserten Verschlüsselung der Daten. Trotz der weiten Verbreitung des Messengers, wurde das Thema Datenschutz aus Sicht vieler Kritiker bislang nicht stark genug angepackt. Mit der nun offenbar geplanten verifizierten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Android könnte WhatsApp einen wichtigen Schritt in diese Richtung machen.

WhatsApp arbeitet an verifizierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Nachdem Facebook WhatsApp 2014 kaufte, besserte der Messenger nach und nach seine Datenschutz-Maßnahmen aus. Nun wird bekannt, dass man derzeit an weiteren Verbesserungen arbeitet, deren Debüt aber noch nicht datiert ist.

Verifizierte Verschlüsselung durch QR-Codes

Bislang kam zumindest bei WhatsApp für Android eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des TextSecure-Protokolls von Open Whisper Systems zum Einsatz – allerdings gab es dabei einige Ausnahmen, die die Sicherheit des Messengers weiterhin in Frage stellten: Die Verschlüsselung kommt nur bei Android-Geräten zum Einsatz, wird zwischen Android und iOS geschrieben, wird nicht mehr verschlüsselt; Gruppenchats und verschickte Medieninhalte sind ebenfalls davon ausgenommen. Außerdem kann die Verschlüsselung nicht durch den Nutzer verifiziert werden. Das bedeutet: Nachrichten werden in der Theorie zwar verschlüsselt von Nutzer A an Nutzer B weitergegeben und können auf den Servern von WhatsApp nicht mehr gelesen werden, allerdings müssen dabei spätestens bei dem Versand an iOS – wo die Verschlüsselung eben nicht möglich ist – Ausnahmen gemacht werden. Das bedeutet prkatisch, dass WhatsApp beeinflussen kann, wann die Verschlüsselung zum Einsatz kommt und somit nicht klar ist, wann Nachrichten tatsächlich vollends sicher sind.

Aus Übersetzungsdateien für kommende WhatsApp-Versionen bekommt man einen ganz guten Einblick in die aktuellen Projekte, an denen die Entwickler des Messengers arbeiten. Aus einer solchen geht aktuell unter anderem hervor, dass an der Umsetzung einer verifizierten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gearbeitet wird. Dafür setzt WhatsApp offenbar auf Zahlen- und QR-Codes, die Nutzer generieren und untereinander teilen oder abscannen können – und so einen sicheren Chat oder Anruf aufbauen. Damit soll sichergestellt werden, dass man auch nur mit dem gewünschten Gesprächspartner schreibt oder spricht. Anders als bei der vorangegangenen Lösung, hätten Nutzer damit selbst die Kontrolle über den Einsatz verschlüsselter Inhalte.

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Whatsapp-verification

Erste Grafiken, die auf dieses Feature hinweisen, sind bereits in der aktuellen Vorabversion von WhatsApp für Android enthalten. Noch kann man die Funktionen aber auch dort nicht aktivieren. WhatsApp selbst hat sich zum neuen Update bislang noch nicht geäußert – ein etwaiges Veröffentlichungsdatum sowie alle Details zum kompletten Funktionsumfang stehen dementsprechend noch in den Sternen. Zudem bleibt weiterhin die Frage offen, ob die Verschlüsselung zukünftig auch beim Nachrichtenaustausch zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen möglich ist oder weiterhin Android-exklusiv bleibt.

Quelle: droidapp via mobiFlip.de

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WhatsApp Datenschutzeinstellungen

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